"profil": Frischenschlager: "Neutralität abschaffen"

Ex-Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager: "Abschied von 27 nationalen Armeen" - mehr militärische Kooperation in der EU

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" plädiert der frühere Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager für eine Abschaffung der Neutralität. "Neutralität schafft keine Sicherheit mehr. Wir sollten uns trauen, die Neutralität im Zuge einer Grundsatzdebatte um unsere Sicherheitspolitik abzuschaffen. Streng genommen sind war ja jetzt schon nur mehr bündnisfrei, so wie Schweden", erklärt der ehemalige EU-Abgeordnete des Liberalen Forums, heute Präsident der Europäischen Föderalistischen Bewegung.

Frischenschlager fordert eine Aussetzung der Wehrpflicht und mehr Kooperation der EU-Länder in der Verteidigungspolitik. "Wir sollen endlich von 27 nationalen Armeen Abschied nehmen. Wir müssen die militärischen Kapazitäten bündeln und die Lasten verteilen. Das wird effizienter und auch wirtschaftlicher sein. Europäische militärische Kooperation bedeutet für Österreich mehr Sicherheit."

Frischenschlager will in dem "profil"-Interview auch einen NATO-Beitritt Österreichs nicht ausschließen: "Die militärische Realität in Europa ist die NATO." Aber Europa sollte "in Zukunft auch sicherheitspolitisch und militärisch auf eigenen Beinen stehen".

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