• 10.02.2011, 19:30:11
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Martinz: Leitbild läutet das Ende der Fortschritt-Skeptiker ein

LR Josef Martinz präsentierte mit Wirtschaftspolitischem Beirat das Leitbild "Wachstum - Aufschwung - Beschäftigung" für Kärntens Zukunft.

Klagenfurt (OTS) - "Mit unserem neuen Leitbild für Kärntens
Wirtschaft geht es nicht um Utopien für die nächsten Jahrzehnte,
sondern um ganz konkrete Herausforderungen und Aufgaben der nächsten
Jahre", sagte LR Josef Martinz gleich zu Beginn der Präsentation des
neue Leitbildes für Kärnten in der Messehalle 2 vor rund 800 Zuhörern
aus der Wirtschaft.
Martinz fand auch sehr ernste Worte zur Lage Kärntens. "Wir sind
nicht vorne, wenn es um unsere Schuldenquote geht, wenn es um unsere
Wirtschaftsdynamik geht oder wenn es um klare Schwerpunktsetzungen in
der Förderpolitik geht. Und wir haben eine alarmierende
Bevölkerungsentwicklung", so Martinz. Um Bevölkerungsschwund,
Fachkräftemangel, Jugendabwanderung und Exportrisiko entgegen zu
wirken, brauche das Land eine klare wirtschaftspolitische
Ausrichtung.

Businessplan für Kärnten

Das Leitbild, das mit über 50 Meinungsbildnern Kärntens aus
Wirtschaft, Medien, Kirche, Sozialpartnern und Bildung erarbeitet
wurde, fungiere als Businessplan fürs Land. "Das heißt, wir verfolgen
eine klare, wirtschaftspolitische Strategie für die nächsten fünf
Jahre mit konkreten, messbaren Zielen", erklärte Martinz.
Übersicht der Ziele:
1.Steigerung des regionale Brutto Inland Produktes je Einwohner auf
den Österreichschnitt von 27.800 auf 32.000 Euro pro Kopf
2.Keine neuen Schulden mehr, denn die Schulden von heute sind die
Steuern von morgen. Zum Weg an gesunden Landesfinanzen gibt es keine
Alternative.
3.Senkung der Arbeitslosenquote um jährlich 0,2 % auf den
Österreichschnitt!
4.Wir müssen unsere beständig hohe F&E Quote halten! Investitionen in
Forschung, Entwicklung und Bildung sind die beste
Zukunftsversicherung, die es für einen Standort gibt.
5.Eindämmung der schrumpfenden Bevölkerungszahlen! Wahrscheinlich die
größte Herausforderung von allen. Allein 2009 haben wir 1.300
Personen verloren.
6.Diskussion ohne Tabus über die Migrationspolitik unseres Landes

"Was wir vorhaben, kann nicht an einem Tag oder in wenigen Wochen
oder Monaten erreicht werden. Was wir vorhaben, braucht entschlossene
Weichenstellungen, professionell vorbereitete Reformschritte und ein
klares Linie halten", betonte Martinz.

Unternehmerfreundlichstes Land

Der Weg der Regierung, sanieren, reformieren und investieren, müsse
beibehalten werden. Der Erfolgsfaktor Unternehmertum müsse laut
Martinz an erster Stelle stehen und es dürfe kein Lippebekenntnis
mehr sein, Kärnten zum unternehmerfreundlichsten Land Österreich zu
machen. "Dazu brauchen wir eine schlanke Bürokratie, qualifizierte
Mitarbeiter und die besten Förder-, Investitions- und
Finanzierungsbedingungen", erklärte Martinz. Das klare Ziel: In
Kärnten soll eine Neugründung eines Unternehmens inkl.
Betriebsanlagengenehmigung innerhalb von 30 Tagen abgeschlossen sein.

Gerade in diesem Zusammenhang sei auch die Kärntner
Wirtschaftsförderung gefordert. Sämtliche bestehenden Förderungen
seien daraufhin zu überprüfen, ob sie den Intentionen dieses neuen
Leitbildes entsprechen.

Auflösung aller Wirtschafts-Landesgesellschaften

Zur Strukturreform ließ Martinz aufhorchen: "Ja, ich will keine
Zusammenlegung von KWF und EAK, weil das eindeutig zu wenig wäre!!
Wir brauchen keine Gesellschaften als voneinander unabhängige
Insellösungen!" Es bestehe mit Finanzlandesrat Dobernig Einigkeit
darüber, alle Wirtschafts-Landesgesellschaften aufzulösen. Es sei nur
eine einzige Gesellschaft in einem Gebäude nötig, die sich voll und
ganz auf die Unterstützung der Kärntner Betriebe konzentriert.
Die neue Kärntner Wirtschaftsgesellschaft verfüge über drei
Abteilungen: Standort - Beteiligungen - Förderungen. Wobei die
Förderentscheidung im Einzelfall weiterhin unabhängig und
weisungsfrei von einem Aufsichtsrat oder Kuratorium gefällt wird.

Kärnten Zukunftsregion im Alpe-Adria-Raum

Die Positionierung Kärntens als internationale Zukunftsregion im
Alpe-Adria-Raum sei ebenfalls ein notwendiger Schritt für die
Weiterentwicklung des Landes. In einem Alpe-Adria-Wirtschaftsgipfel
will Martinz heuer noch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern
intensivieren, organisiert von der Österreichisch-Slowenischen
Gesellschaft, auch um Kärntner und Slowenische Unternehmer noch
besser zu vernetzen.

Fortschrittskeptiker und Sozialverteidiger

Im Schlusswort zitierte Martinz Zukunftsforscher Matthias Horx: "Die
Fortschrittskeptiker, die Sozialverteidiger, die Lobbyisten der Angst
- sie bilden die wahre große Koalition unserer Tage". Die positiven
Kräfte hätten es laut Martinz oft schwer in unserem Land. Der Chor
der Nein-Sager übertöne reformwillige und zukunftsorientierte
Kärntnerinnen und Kärntner.
Mit dem Leitbild, der FTI Strategie, dem Markenprozess im Tourismus,

dem neuen Wintererschließungskonzept werde nun ein klarer, positiver
Weg für die Zukunft des Landes vorgezeichnet.  (Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
Tel.: +43 (0)463 5862 14, Fax: +43 (0)463 5862 17
mailto:[email protected]

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