Martinz: Leitbild läutet das Ende der Fortschritt-Skeptiker ein

LR Josef Martinz präsentierte mit Wirtschaftspolitischem Beirat das Leitbild "Wachstum - Aufschwung - Beschäftigung" für Kärntens Zukunft.

Klagenfurt (OTS) - "Mit unserem neuen Leitbild für Kärntens Wirtschaft geht es nicht um Utopien für die nächsten Jahrzehnte, sondern um ganz konkrete Herausforderungen und Aufgaben der nächsten Jahre", sagte LR Josef Martinz gleich zu Beginn der Präsentation des neue Leitbildes für Kärnten in der Messehalle 2 vor rund 800 Zuhörern aus der Wirtschaft.
Martinz fand auch sehr ernste Worte zur Lage Kärntens. "Wir sind nicht vorne, wenn es um unsere Schuldenquote geht, wenn es um unsere Wirtschaftsdynamik geht oder wenn es um klare Schwerpunktsetzungen in der Förderpolitik geht. Und wir haben eine alarmierende Bevölkerungsentwicklung", so Martinz. Um Bevölkerungsschwund, Fachkräftemangel, Jugendabwanderung und Exportrisiko entgegen zu wirken, brauche das Land eine klare wirtschaftspolitische Ausrichtung.

Businessplan für Kärnten

Das Leitbild, das mit über 50 Meinungsbildnern Kärntens aus Wirtschaft, Medien, Kirche, Sozialpartnern und Bildung erarbeitet wurde, fungiere als Businessplan fürs Land. "Das heißt, wir verfolgen eine klare, wirtschaftspolitische Strategie für die nächsten fünf Jahre mit konkreten, messbaren Zielen", erklärte Martinz. Übersicht der Ziele:
1.Steigerung des regionale Brutto Inland Produktes je Einwohner auf den Österreichschnitt von 27.800 auf 32.000 Euro pro Kopf
2.Keine neuen Schulden mehr, denn die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. Zum Weg an gesunden Landesfinanzen gibt es keine Alternative.
3.Senkung der Arbeitslosenquote um jährlich 0,2 % auf den Österreichschnitt!
4.Wir müssen unsere beständig hohe F&E Quote halten! Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung sind die beste Zukunftsversicherung, die es für einen Standort gibt.
5.Eindämmung der schrumpfenden Bevölkerungszahlen! Wahrscheinlich die größte Herausforderung von allen. Allein 2009 haben wir 1.300 Personen verloren.
6.Diskussion ohne Tabus über die Migrationspolitik unseres Landes

"Was wir vorhaben, kann nicht an einem Tag oder in wenigen Wochen oder Monaten erreicht werden. Was wir vorhaben, braucht entschlossene Weichenstellungen, professionell vorbereitete Reformschritte und ein klares Linie halten", betonte Martinz.

Unternehmerfreundlichstes Land

Der Weg der Regierung, sanieren, reformieren und investieren, müsse beibehalten werden. Der Erfolgsfaktor Unternehmertum müsse laut Martinz an erster Stelle stehen und es dürfe kein Lippebekenntnis mehr sein, Kärnten zum unternehmerfreundlichsten Land Österreich zu machen. "Dazu brauchen wir eine schlanke Bürokratie, qualifizierte Mitarbeiter und die besten Förder-, Investitions- und Finanzierungsbedingungen", erklärte Martinz. Das klare Ziel: In Kärnten soll eine Neugründung eines Unternehmens inkl. Betriebsanlagengenehmigung innerhalb von 30 Tagen abgeschlossen sein.

Gerade in diesem Zusammenhang sei auch die Kärntner Wirtschaftsförderung gefordert. Sämtliche bestehenden Förderungen seien daraufhin zu überprüfen, ob sie den Intentionen dieses neuen Leitbildes entsprechen.

Auflösung aller Wirtschafts-Landesgesellschaften

Zur Strukturreform ließ Martinz aufhorchen: "Ja, ich will keine Zusammenlegung von KWF und EAK, weil das eindeutig zu wenig wäre!! Wir brauchen keine Gesellschaften als voneinander unabhängige Insellösungen!" Es bestehe mit Finanzlandesrat Dobernig Einigkeit darüber, alle Wirtschafts-Landesgesellschaften aufzulösen. Es sei nur eine einzige Gesellschaft in einem Gebäude nötig, die sich voll und ganz auf die Unterstützung der Kärntner Betriebe konzentriert.
Die neue Kärntner Wirtschaftsgesellschaft verfüge über drei Abteilungen: Standort - Beteiligungen - Förderungen. Wobei die Förderentscheidung im Einzelfall weiterhin unabhängig und weisungsfrei von einem Aufsichtsrat oder Kuratorium gefällt wird.

Kärnten Zukunftsregion im Alpe-Adria-Raum

Die Positionierung Kärntens als internationale Zukunftsregion im Alpe-Adria-Raum sei ebenfalls ein notwendiger Schritt für die Weiterentwicklung des Landes. In einem Alpe-Adria-Wirtschaftsgipfel will Martinz heuer noch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern intensivieren, organisiert von der Österreichisch-Slowenischen Gesellschaft, auch um Kärntner und Slowenische Unternehmer noch besser zu vernetzen.

Fortschrittskeptiker und Sozialverteidiger

Im Schlusswort zitierte Martinz Zukunftsforscher Matthias Horx: "Die Fortschrittskeptiker, die Sozialverteidiger, die Lobbyisten der Angst - sie bilden die wahre große Koalition unserer Tage". Die positiven Kräfte hätten es laut Martinz oft schwer in unserem Land. Der Chor der Nein-Sager übertöne reformwillige und zukunftsorientierte Kärntnerinnen und Kärntner.
Mit dem Leitbild, der FTI Strategie, dem Markenprozess im Tourismus,

dem neuen Wintererschließungskonzept werde nun ein klarer, positiver Weg für die Zukunft des Landes vorgezeichnet. (Schluss) * Bitte S P E R R F R I S T beachten *

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