- 07.02.2011, 14:39:34
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SJNÖ: Wehrpflicht und Bundesheer abschaffen!
Katastrophenschutz neu aufstellen - Bezirksfeuerwehrzentralen zu Katastrophenschutzzentren ausbauen
Wien (OTS) - Das Bundesheer den verteidigungspolitischen
Gegebenheiten anpassen und auf neue Beine stellen, fordert der
Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend (SJ) Niederösterreich,
Andreas Beer. Die Frage nach der Wehrpflicht stelle sich dann, so
Beer, in dieser Form auch nicht mehr. Denn durch die Einführung eines
professionellen Katastrophenschutzdienstes und der damit verbundenen
Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen in diesem Bereich würden
keine Präsenzdiener mehr benötigt.
Da es keine militärische Bedrohung für Österreich gebe, stelle sich
die Frage, ob es dann sinnvoll sei, in unnötigen
Geldverbrennungsaktionen mit Panzern durch die Gegend zu fahren und
auf Truppenübungsplätzen herumzuschießen. "Alleine eine Eurofighter
Betriebsstunde kostet 74.000,- Euro. Dieses Geld könnte viel
sinnvoller für einen angemessen bezahlten Sozial- und
Katastrophenschutzdienst eingesetzt werden.", ist Beer überzeugt.
Das von Sozialminister Hundstorfer vorgesehene Modell als
Zivildienstersatz sieht beispielsweise ein kollektivvertragliches
Mindestgehalt vor, also eine Anstellung in Verbindung mit einer
sozialen Tätigkeit. Andreas Beer ist der Meinung, dass man hier noch
einen Schritt weiter gehen könnte: "Die Abschaffung des Wehr- und
Zivildienstes bietet die große Chance im Pflege- und Sozialbereich
arbeitsmarktpolitische Initiativen zu setzten. Durch die Schaffung
fair bezahlter Jobs können zahlreiche Menschen entsprechend
ausgebildet und in Beschäftigung gebracht werden, um die Qualität
unsers Sozialsystem zu steigern und es nachhaltig abzusichern".
Befürworter des Heeres berufen sich immer wieder auf die Komponente
des Katastrophenschutzes. Beer lässt dieses Argument nicht gelten:
"Schon heute tragen die Hilfsorganisation, allen voran die Feuerwehr,
die Hauptverantwortlichkeit des Katastrophenschutzes. Vorallem
benötigen wir ja für den Katastrophenschutz kein verrostetes
Kriegsspielzeug mehr!" Das bestätigt auch der NÖ
Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta, der sich laut Berichten des
"Standard" vorstellen kann, in Zukunft die Hilfsdienstaufgaben des
Heeres zu übernehmen. Beer schlägt in dieselbe Kerbe und fordert
daher die Umwandlung des Bundesheeres in einen professionellen
Katastrophenschutz. Er schlägt in dieser Debatte vor, die
Bezirkfeuerwehrzentralen zu Katastrophenschutzzentren auszubauen:
"Ich bin davon überzeigt, dass dadurch im Ernstfall schneller und
effizienter Hilfe geleistet werden kann! Zusätzlich werden in den
Bezirken Arbeitsplätze geschaffen und die Synergien mit den
Feuerwehren könnten so besser genutzt werden." (Schluss)
Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Niederösterreich
Jakob Winter
0664 / 91 49 634
[email protected]
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