Ein Opfer ist Grasser sicher nicht (von Ralf Mosser)

Klagenfurt (OTS) - Dass sich Karl-Heinz Grasser von der Justiz unfair behandelt fühlt, weil er zu schön, zu intelligent, zu erfolgreich, zu eloquent, aus zu wohlhabendem Haus ist und eine zu schöne, zu reiche Frau hat, ist nichts Neues. Jetzt will sich der Ex-Finanzminister sogar an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden, weil ihm das Verfahren zu lange dauert. Es ist sein gutes Recht, seine Haut mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. Er muss aber auch akzeptieren, dass es das Recht - ja sogar die Pflicht der Justiz ist, seinen Fall gründlichst zu untersuchen, egal, wie lange es dauert.
Ob Grasser ein Täter ist, werden die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zeigen und muss das Gericht feststellen. Eines ist schon jetzt klar: ein Opfer, als das er sich so gerne darstellt, ist er ganz sicher nicht.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001