- 04.02.2011, 10:27:42
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VP-Ulm: Nebengebührenkatalog 2011 - Zulagenunwesen in Wien
ÖVP Wien fordert neues Besoldungssystem und Rechtsanspruch auf das gesamte Entgelt
Wien (OTS) - Im der Gemeinderätlichen Personalkommission am
heutigen Freitag ist es einmal mehr so weit - der
Nebengebührenkatalog für dieses Jahr wird beschlossen. Dieser, rund
5cm dick und 2kg schwer, umfasst in über 1.500 Zulagen
Zuverdienstmöglichkeiten für Bedienstete der Stadt Wien. Es handelt
sich bei den Nebengebühren grundsätzlich um eine Abgeltung von
Leistungen, die im jeweiligen Aufgabengebiet des Bediensteten der
Stadt Wien enthalten sind. "So wird Schulwarten für die Reinigung von
Klassen- und Lehrerzimmern ebenso Zulagen gewährt, wie Gärtnern fürs
Heckenschneiden oder Rasenmähen", kritisiert ÖVP Wien Gemeinderat Dr.
Wolfgang Ulm.
"Beim Nebengebührenkatalog bringt einen aber nicht nur die Anzahl der
Nebengebühren zum Staunen, sondern auch der Erfindungsgeist der Stadt
im Kreieren von Zulagen." Als Beispiel aus dem Dschungel von 1.500
Zulagen nennt der ÖVP Mandatar etwa die Entschädigung für den
Parteienverkehr in den Nachmittagsstunden.
Für die Bediensteten ist Zulagenunwesen in Wien ein gravierendes
Ärgernis, reduzieren die vielen Zulagen nämlich jenen
Gehaltsbestandteil, auf den ein Rechtsanspruch besteht. "Das führt zu
einer unerträglichen Abhängigkeit der Bediensteten von
Rathausbürokratie und Gewerkschaft, letztlich von der SPÖ. Darunter
leiden die meisten Bediensteten, wie sich aus einem
Frühpensionierungsgrad bei Beamten der Stadt Wien von 66 Prozent oder
einer gegenüber der Privatwirtschaft doppelt so hohen Dauer an
Krankenstandstagen (12,5 zu knapp 20,4) ergibt. Dieses System der
Abhängigkeit, das krank macht, muss ein Ende haben" so Ulm.
"Dieses System ist zudem ähnlich unübersichtlich wie die Vielzahl an
Kapperlträgern, die mittlerweile in Wien für Ordnung zu sorgen haben.
Der Durchblick ist nur wenigen gegeben. Einem Gutsherren gleich kann
die Stadt Wien ihre Bediensteten - je nach Wohlverhalten - durch die
Gewährung oder eben Nicht-Gewährung von Zulagen belohnen oder
bestrafen. Dass damit unerträgliche Abhängigkeiten geschaffen werden,
liegt auf der Hand. Die ÖVP Wien fordert daher ein neues
Besoldungssystem für die Bediensteten der Stadt und einen
Rechtsanspruch der Mitarbeiter der Stadt Wien auf das gesamte
Entgelt, damit dem Zulagenunwesen in Wien endlich ein Ende gesetzt
wird", so GR Dr. Wolfgang Ulm abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto:[email protected]
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