Die Meute und das Armutschkerl (von Claudia Grabner)

Ausgabe 4. Feb. 2011

Klagenfurt (OTS) - Es ist ein bisschen perfide - aber unsere Herzensregion will es offensichtlich so: Sie ergreift Partei für den Geprügelten. Selbst dann, wenn er die Prügel - um es weniger dramatisch zu sagen: die Kritik - zu Recht kassiert. Womit wir mit dem Stichwort "kassieren" auch schon beim derart kritisierten Sonderfall KHG wären ... Bei ihm verhält sich die Sache ja folgend:
Je lauter man im Kollektiv gegen ihn, seine "weiße Weste" und sein "supersauberes Gewissen" höhnt, desto mehr laufen die Kritiker Gefahr, zur "Meute", zur "Jagdgenossenschaft", abzustürzen, vice versa man den derart ins Eck Getriebenen als verfolgtes und bedauernswertes Armutschkerl lieb gewinnt. Wobei: Armutschkerl will KHG sicher nicht gelten lassen - da setzt er lieber auf den schönsten und besten und eh schon wissen je da gewesenen Finanzminister. Unterm Strich ist es erstaunlich (und nicht zuletzt unserer nicht immer nachvollziehbaren Psyche zuzuschreiben), dass Grasser seine selbstsichere Strategie durchhalten kann - mögen sich Hinweise, Vernetzungen, windschiefe Optik und Telefonmitschnitte stapeln und stapeln und ...

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