- 03.02.2011, 21:19:55
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Die Meute und das Armutschkerl (von Claudia Grabner)
Ausgabe 4. Feb. 2011
Klagenfurt (OTS) - Es ist ein bisschen perfide - aber unsere
Herzensregion will es offensichtlich so: Sie ergreift Partei für den
Geprügelten. Selbst dann, wenn er die Prügel - um es weniger
dramatisch zu sagen: die Kritik - zu Recht kassiert. Womit wir mit
dem Stichwort "kassieren" auch schon beim derart kritisierten
Sonderfall KHG wären ... Bei ihm verhält sich die Sache ja folgend:
Je lauter man im Kollektiv gegen ihn, seine "weiße Weste" und sein
"supersauberes Gewissen" höhnt, desto mehr laufen die Kritiker
Gefahr, zur "Meute", zur "Jagdgenossenschaft", abzustürzen, vice
versa man den derart ins Eck Getriebenen als verfolgtes und
bedauernswertes Armutschkerl lieb gewinnt. Wobei: Armutschkerl will
KHG sicher nicht gelten lassen - da setzt er lieber auf den schönsten
und besten und eh schon wissen je da gewesenen Finanzminister. Unterm
Strich ist es erstaunlich (und nicht zuletzt unserer nicht immer
nachvollziehbaren Psyche zuzuschreiben), dass Grasser seine
selbstsichere Strategie durchhalten kann - mögen sich Hinweise,
Vernetzungen, windschiefe Optik und Telefonmitschnitte stapeln und
stapeln und ...
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