• 02.02.2011, 12:02:04
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FPK-Mandl: SPÖ lehnt Geld für pflegebedürftige Menschen ab

Es fließt kein Wohnbaugeld ab - Konzept des betreubaren Wohnens überhaupt nicht verstanden

Klagenfurt (OTS) - "Es fließt kein Wohnbaugeld zu privaten
Bauträgern, wie SPÖ-Obmann LHStv. Peter Kaiser fälschlicherweise
behauptet", stellt heute FPK-Wohnbausprecher LAbg. Franz Mandl
richtig. Der Beschluss in der Landesregierung diente dazu, dass die
Sozialabteilung Zuschüsse für die Betreuung in privat angemieteten
Wohnungen gewähren kann. Es wäre absurd, die finanzielle
Unterstützung davon abhängig zu machen, ob ein Senior in der Wohnung
einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft oder in der Wohnung es
privaten Bauträgers lebt. Die Kritik der SPÖ gehe daher vollkommen
ins Leere, so Mandl.

Sozial- und Wohnbaureferenten Landesrat Christian Ragger habe mit dem
betreubaren Wohnen eine Lücke in der Versorgung geschlossen. "Unter
der SPÖ gab es nur die Pflege im Heim. Wir brauchen aber verschiedene
Abstufungen. Ein großes Hindernis für die Betreuung zuhause sind in
der Praxis ungeeignete Wohnungen, in denen der Pflegebedürftige auf
viele Hindernisse stößt", klärt Mandl auf.

Die Offensive für betreubares Wohnen soll gemeinnützige und auch
private Wohnbaugesellschaften dazu motivieren, Wohnungen für
Alleinstehende und Ehepaare zu schaffen. Diese müssen
behindertengerecht konzipiert sein und eine technische Infrastruktur
enthalten, welche die Nutzung von Notrufanlagen, Sturzsensoren etc.
einfach möglich macht. Es sollten bei Bedarf alle technischen
Hilfsmittel für gebrechliche Menschen verfügbar sein.

Mit dieser sinnvollen Verzahnung von Sozialpolitik und sozialem
Wohnbau wird der Eintritt in ein Pflegeheim wesentlich
hinausgezögert. "Das bringt einen Gewinn an Lebensqualität, weil
jeder gerne so lange wie möglich selbständig bleibt und es bedeutet
auch eine finanzielle Einsparung, weil die stationäre Heimpflege für
das Land und die Gemeinden am teuersten ist", erläutert Mandl.

Der entscheidende Faktor sind die sozialen Fachkräfte, welche
regelmäßig Kontakt mit den Bedürftigen in den Wohnungen halten und
ihnen bei der Organisation des Haushaltes zur Seite stehen. Die
spezielle Dienstleistung ist die Animation. Die Bewohner bilden im
Idealfall eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt. Die
Sozialabteilung zahlt Zuschüsse für diese Betreuung, die von mobilen
Diensten oder von Pflegeheimen geleistet wird, die sich im
Nahbereich solcher betreubaren Wohneinheiten befinden. "Die
Förderung des Landes kommt auch nicht den Wohnbaufirmen zugute,
sondern direkt den Pflegebedürftigen", so Mandl abschließend.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272

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