• 02.02.2011, 10:28:20
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BZÖ-Widmann: Notstand bei Forschungsförderung in Oberösterreich

Industrie und KMUs leisten Großartiges - Land und Bund versagen erbärmlich

Linz (OTS) - "Entgegen der aktuellen Behauptungen der
ÖVP-Landesräte Sigl und Hummer ist die öffentliche
Forschungsförderung in Oberösterreich ein absolutes Stiefkind der
Politik. Es fehlt eine gesamthafte Forschungsstrategie für
Oberösterreich, die mit dem Bund abgestimmt ist. Auch fehlt eine
grundlegende Evaluierung und Anpassung der Förderinstrumente. Die
Höhe der Forschungsförderung selbst ist für das Industriebundesland
Nummer Eins in Österreich mehr als beschämend. Nur das enorme
Engagement der Industrie und der Unternehmen selbst beflügelt
Oberösterreich bei der Forschung. Die Politik soll sich hier nicht
mit fremden Federn schmücken, sondern endlich aktiv werden", forderte
heute BZÖ-Landessprecher Abg. Mag. Rainer Widmann auch in seiner
Funktion als BZÖ-Wissenschafts- und Forschungssprecher.

Der Forschungs- und Technologiebericht 2009, der im Juli 2010 im
Forschungs- Innovations- und Technologiesausschuss des Parlaments
behandelt wurde, zeigt auf: Oberösterreich bekommt vom Bund nur
magere 5,6 Prozent des gesamten Forschungsbudgets! Wien kassiert hier
zum Vergleich unglaubliche 50,7 Prozent! Dabei ist der
Unternehmenssektor Oberösterreichs ohne Unterstützung mit 25,4
Prozent in der Lage, fast genauso viel in die Forschung zu
investieren, wie Wien mit nur 28,9 Prozent! Bei der EU herrscht
dasselbe triste Bild: Wien kassiert 49,1 Prozent der EU Fördermittel,
Oberösterreich nur 8 Prozent.

"Anstatt offensiv in Forschung und Wissenschaft zu investieren, kürzt
Oberösterreich sogar seine Mittel um mehr als 10 Prozent in zwei
Jahren. 2009 wurden für F&E 50,6 Mio. Euro aus dem Landesbudget
ausgegeben, 2011 sollen es nur mehr 44,4 Mio. sein", kritisiert
Widmann.

"Die Fakten belegen, dass der Bund und die zuständigen VP-Landesräte
Sigl und Hummer bei einer aktiven Forschungsförderung in
Oberösterreich erbärmlich versagt haben. Wir brauchen eine
abgestimmte Forschungsgesamtstrategie, mehr Geld und bessere
Förderinstrumente, damit Oberösterreich aufholt. Wäre die Politik so
tüchtig wie die Unternehmer in Oberösterreich, dann wäre
Oberösterreich längst die Forschungsregion Nummer Eins in Europa", so
Widmann.

Rückfragehinweis:
BZÖ-Oberösterreich / Presse

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