• 02.02.2011, 10:25:51
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  • OTS0065 OTW0065

Sanierungsscheck NEU - verpasste Chance

Wien (OTS) - Mit dem gestern vorgestellten Rahmenbedingungen für
den Sanierungsscheck haben die zuständigen Ministerien eine wichtige
Chance verpasst:

Das große Potential, das in der Modernisierung von Heizungsanlagen
liegt, wurde weitgehend ignoriert. Anstatt mit einem
bundeseinheitlichen Fördersystem einen attraktiven Anreiz zu geben,
endlich die neuesten Errungenschaften der Technik in den
österreichischen Heizungskellern bzw. auf den Dächern zum Einsatz zu
bringen, wurde der finanzielle Anreiz auf Euro 1.500,- reduziert und
die Koppelung an die Sanierung der Außenhülle beibehalten.

Dies ist völlig unverständlich, da die Erneuerung der
Heizungsanlage im Einfamilienhaus rd. 30 % an Energieeinsparung -
bei Einsatz von Hybridlösungen sogar 45 % - erzielt. Durch die
thermische Sanierung der Außenhülle gem. den Richtlinien der
Wohnbauförderung wird mit einer Ersparnis von 30 % gerechnet.

Warum nunmehr eine eigene Förderschiene für den Fenstertausch, bei
dem bereits die rechnerische Einsparung von nur 15 % des
Wärmebedarfes ausreicht, eingeführt wurde, wird in der ministeriellen
Aussendung nicht erklärt.

Da die Erneuerung der Heizungsanlagen spätestens nach 20 Jahren
erfolgen muss, die Sanierung der Gebäudehülle jedoch nur alle 50 bis
100 Jahre erfolgt, ist eine strikte Koppelung dieser beiden Maßnahmen
nicht zielführend.

Die österreichische Heizungsbranche fordert daher eine
Modifikation der Durchführungsbestimmungen, um auch all jenen
Haushalten die geförderte Möglichkeit zur Energie- (und Kosten-)
einsparung zu bieten, die sich die bis zu 6 x teurere Sanierung der
Gebäudehülle (bei gleichem Einsparungseffekt) nicht sofort leisten
können, sondern in sinnvollen Schritten vorangehen wollen (müssen).

Rückfragehinweis:
Dr. Elisabeth Berger +43(0)664/21 20 151
mailto: [email protected]
www.heizungs.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

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