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Sonderfall Marylin (von Claudia Grabner)
Ausgabe 29. Jan. 2011
Klagenfurt (OTS) - Die Justizministerin wirft ihm vor, "ständig zu
glauben, ein Sonderfall zu sein". Er IST ein Sonderfall. Karl-Heinz
Grasser hat konsequent daran gearbeitet. Die Geister, die er so
begehrlich rief, wird er als Privatier - dem man jetzt "großen
wirtschaftlichen Schaden zufügt" (wie sich Grasser in seinem
Vierseiter an die Justizministerin beschwert) - nicht los. Mehr noch:
"Wie Marylin Monroe" werde er von den Medien verfolgt - "zuerst
geliebt, dann zerstört", drängt nach kurzer Durststrecke auch schon
wieder Ehefrau Fiona Swarovski mit einem ihrer punktgenauen
Vergleiche zurück ins Rampenlicht. "Er tut mir wirklich leid." Nun,
unser Mitleid sollte sich in Grenzen halten. Selbst für einen wie
KHG, der mit "super-sauberem Gewissen" nur "an Österreich gedacht"
hat. "Nicht einmal Zeit" hatte er, sich um seine Vermögensverwaltung
in Kanada zu kümmern. Dass er dann auch nicht gedacht hat, etwaige
Gewinne zu versteuern, kann schon passieren. Das hat er dann ohnehin
nachgeholt. Allerdings nicht für die Jahre 1999 bis 2002. Die sind
verjährt. Verjährung der steuerpflichtigen Einkünfte! Lassen wir uns
zumindest das auf der Zunge zergehen, wenn schon für alle
schwergewichtigeren Winkelzüge die Unschuldsvermutung gilt.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]
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