"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Studieren kostet Geld"

Der Staat muss optimale Unis organisieren, dafür müssen Studenten zahlen.

Wien (OTS) - Die, höflich ausgedrückt, schlichteste Reaktion zum jüngsten Vorstoß von Ministerin Karl in Richtung Studiengebühren kam aus der SPÖ. Laura Rudas meint, man könne es Studierenden nicht zumuten, für einen "Platz am Boden zu bezahlen".
Das ist zukunftsorientiert gedacht. Wenn die letzten Regierungen schon die Schulen dazu gebracht haben, dass wir bei jedem PISA-Test im Winkerl stehen, wird man auch die Unis noch auf das Niveau des Linoleum-Fußbodens unserer Hörsäle drücken können.
Noch können einige Universitäten im internationalen Vergleich bestehen. An der hervorragenden MedUni Wien geht es schon los mit dem Personalabbau, andere werden folgen.
Wir brauchen keine Unis, wo Studenten um Sitzplätze kämpfen müssen, sondern Spitzeneinrichtungen für Lehre und Forschung. Im internationalen Wettbewerb ist das unsere einzige Überlebenschance. Für Politiker, die sich zwischen Parteizentrale und Kaffeehaus bewegen, ist das offenbar schwer zu kapieren. Die Studenten, deren Zukunft gerade am Altar von Ideologien verspielt wird, sollten aktiv werden. Und nicht gegen Gebühren, sondern für ordentliche Stipendien kämpfen.

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