• 27.01.2011, 16:05:02
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Studieren kostet Geld"

Der Staat muss optimale Unis organisieren, dafür müssen Studenten zahlen.

Wien (OTS) - Die, höflich ausgedrückt, schlichteste Reaktion zum
jüngsten Vorstoß von Ministerin Karl in Richtung Studiengebühren kam
aus der SPÖ. Laura Rudas meint, man könne es Studierenden nicht
zumuten, für einen "Platz am Boden zu bezahlen".
Das ist zukunftsorientiert gedacht. Wenn die letzten Regierungen
schon die Schulen dazu gebracht haben, dass wir bei jedem PISA-Test
im Winkerl stehen, wird man auch die Unis noch auf das Niveau des
Linoleum-Fußbodens unserer Hörsäle drücken können.
Noch können einige Universitäten im internationalen Vergleich
bestehen. An der hervorragenden MedUni Wien geht es schon los mit
dem Personalabbau, andere werden folgen.
Wir brauchen keine Unis, wo Studenten um Sitzplätze kämpfen
müssen, sondern Spitzeneinrichtungen für Lehre und Forschung. Im
internationalen Wettbewerb ist das unsere einzige Überlebenschance.
Für Politiker, die sich zwischen Parteizentrale und Kaffeehaus
bewegen, ist das offenbar schwer zu kapieren. Die Studenten, deren
Zukunft gerade am Altar von Ideologien verspielt wird, sollten aktiv
werden. Und nicht gegen Gebühren, sondern für ordentliche Stipendien
kämpfen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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