- 27.01.2011, 11:30:51
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FORMAT: Karl-Heinz Grasser brachte Selbstanzeige beim Finanzamt ein
Wegen nicht deklarierter Spekulationsgewinne zwischen 2002 und 2008
Wien (OTS) - Karl-Heinz Grasser soll im Herbst 2010 eine
Selbstanzeige beim Finanzamt in Wien eingebracht haben. Die Anzeige
soll den Zeitraum 2002 bis 2008 umfassen und somit in Grassers
Amtszeit als Finanzminister fallen. Dies berichtet das
Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Die Selbstanzeige an das Finanzamt wurde von der
Steuerberatungskanzlei Ernst & Young verfasst. Grasser soll laut
FORMAT seit 1999 diverse Einkünfte aus Spekulationsgewinnen, Zinsen
und Dividenden nicht deklariert haben. Dabei geht es um 18.000 Euro,
die er von 2002 bis 2008 nicht versteuert haben soll. Was vor 2002
geschah, gilt für die Finanz als verjährt.
Die Selbstanzeige ist laut FORMAT politisch höchst brisant. Denn
Karl-Heinz Grasser war zwischen 2000 und Anfang 2007 Finanzminister
der Republik Österreich. "Der oberste Steuereintreiber entpuppt sich
als kongenialer Steuersünder", sagt die grüne Nationalratsabgeordnete
Gabriela Moser.
Die Selbstanzeige ging wenige Wochen nach Grassers erster Einvernahme
durch den Buwog-Staatsanwalt ein und hat strafbefreiende Wirkung.
Trotzdem wurde ein Finanzstrafverfahren gegen Grasser eingeleitet, um
dessen undurchsichtige Stiftungskonstruktionen in Liechtenstein zu
prüfen.
Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126
www.format.at
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