Neue Suchtechnologien als Impulsgeber für technologische Innovation

Österreichisches Forschungsinstitut IRF baut 2011 seine Bedeutung für die österreichische und internationale Wissenslandschaft aus

Wien (OTS) - Das "Information Retrieval Facility" (IRF) hat die planmäßige strukturelle Loslösung vom Gründungsmitglied Matrixware Information Services im Jahr 2010 erfolgreich dazu genutzt, als internationale Forschungseinrichtung weiter Profil zu gewinnen. Der neue Standort im Wiener Techgate bietet den 14 MitarbeiterInnen aus 8 Ländern seither die besten Voraussetzungen, zukunftsweisende Schnittstellen von Forschung und industrieller Anwendung neuer Suchtechnologien zu etablieren - ein Gebiet, das für F&E orientierte Unternehmen von strategischer Bedeutung ist: Effiziente Informationsbeschaffung bringt im weltweiten Rennen um Marktanteile einen eindeutigen technologischen Vorsprung.

Im vergangenen Jahr 2010 wurden 60% der vom IRF gestellten EU-Förderanträge genehmigt. Damit bringt das IRF u.a. insgesamt 1,89 Mio Euro im Bereich der EU ICT Förderschiene zurück nach Österreich, was etwa 1,4% der Gesamtförderung entspricht. Das IRF ist maßgeblich an Forschungsprojekten und Exzellenznetzwerken zur öffentlichen Verfügbarkeit mehrsprachiger Patentdokumente (PLuTO), zur Entwicklung qualitativ hochwertiger Suchmaschinen im Gesundheitsbereich (KHRESMOI), zur wissenschaftlichen Evaluierung von Suchmethoden(PROMISE), und zur Integration heterogener Information Retrieval- und automatischer Übersetzungstechnologien (LarkC, MUMIA) beteiligt. Des weiteren nimmt das IRF an dem Call Future Emerging Technologies (FET) teil.

Auch 2011 liegt der Fokus auf Forschung, Ausbildung und Technologietransfer. Akademischen ForscherInnen und End-UserInnen der Industrie steht mit dem IRF eine Plattform zur Verfügung, die sich der Optimierung von Such- und Klassifizierungsmethoden und der Entwicklung semantischer Technologien widmet: Datensammlungen mit bis zu 1 Milliarde standardisierten Dokumenten, 240 Terabyte Hochleistungsspeicher, und eine leistungsfähige Cloud Infrastruktur. Das IRF entwickelt auch Prototypen, wie etwa jenen zur automatischen Übersetzung von Chinesischen Patenten ins Englische, welcher derzeit vergleichbaren Systemen voraus ist.

Neben den bereits aktiven PhD Stipendiatinnen aus Schweden und dem Iran, und eines Erasmus Mundus Stipendiums für eine MA Studentin aus Rumänien, wird das IRF die kommenden Jahre auch einen Marie-Curie Post-Doc Stipendiaten aus Griechenland beherbergen. Im Juni 2011 veranstaltet das IRF bereits zum vierten Mal ein Symposium zum Thema Information Retrieval und Intellectual Property in Wien. Der Fokus des Dialogs von Forschung und Industrie liegt dabei auf Image Retrieval, Machine Translation sowie User Interfaces. Als anwendungsorientiertes Diskussionsforum bietet das IRF Symposium 2011 die Gelegenheit zum Austausch mit internationalen ExpertInnen und gibt praxisnahe Einblicke in die neuesten Fortschritte des Information Retrieval.

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Marie-Pierre Garnier
Tel.: +43 1 236 94 74-6069, mp.garnier@ir-facility.org

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