• 26.01.2011, 20:46:58
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Kein Interesse am öffentlichen Interesse (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 27. Jan. 2011

Klagenfurt (OTS) - Man ist ja inzwischen schon einiges gewohnt.
Doch Karl-Heinz Grassers jüngste Volte stellt noch vieles
Vorangegangene in den Schatten. Jetzt macht er per offenem Brief
Druck auf Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, die gegen ihn
ermittelnden Beamten zu bestrafen und suhlt sich wortreich in der
Opferrolle. Gegen ihn finde ein "öffentlicher" Schauprozess statt,
klagt der Verfasser. Damit signalisiert er nicht unbedingt den
brennenden Wunsch, sein Firmengeflecht rund um Liechtensteiner
Stiftungen möge entflochten - also transparent gemacht werden.
Ebenso wenig vermittelt Karl-Heinz Grasser - immerhin ein ehemaliges
Regierungsmitglied - damit nur den geringsten Respekt vor dem
öffentlichen Interesse an undurchsichtigen Geldflüssen, das außer
Zweifel steht. Stattdessen trachtet er ganz unverhohlen auf
Schützenhilfe der Justizministerin, die nun offenbar die Ermittler an
die Kandarre nehmen soll. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es bei
dem unverfrorenen Ansinnen bleibt.

Rückfragehinweis:
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