Caritas will im neuen freien Südsudan die Landwirtschaft fördern

Weltweites Netzwerk der Hilfsorganisation steht seit Herbst Gewehr bei Fuß, sollte es zu neuen Konflikten und Vertreibungen kommen

Wien-Juba, 26.01.11 (KAP) Die Caritas will im künftigen unabhängigen Südsudan den Schwerpunkt auf die ländliche Entwicklung, die Modernisierung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und die Integration von ca. 200.000 Rückkehrer aus dem Nordsudan legen: Das betonte der Caritas-Nothilfe-Koordinator Thomas Preindl am Mittwoch im Gespräch mit "Kathpress". Schwerpunkt ist dabei die Diözese Tombura-Yambio, wohin auch mehrere Zehntausend Menschen aus Kongo und Uganda geflohen sind, die in ihren Heimatländern von der wegen ihrer Kindersoldaten berüchtigten Acholi-Rebellengruppe LRA (Lord's Resistance Army) drangsaliert werden.

Politische steht die Ampel für den Südsudan seit Dienstag auf Grün. Denn der sudanesische Staatschef Omar Hassan al-Bashir betonte jetzt, er werde den Weg frei für einen unabhängigen Süden machen und die kommende Loslösung anerkennen. Lokalen Medien zufolge sprachen sich nach ersten Ergebnissen über 90 Prozent der Stimmberechtigten für die Unabhängigkeit aus. Das Endergebnis soll im Februar bekanntgegeben werden.

Nach dem bisherigen Zeitplan entstünde dann am 9. Juli Afrikas 54. Staat. Der Sudan, mit 2,5 Millionen Quadratkilometer Afrikas größter Flächenstaat, würde dann etwa ein Viertel seines Territoriums verlieren.

Das weltweite Caritas-Netzwerk steht seit Herbst Gewehr bei Fuß, sollte es zu neuen Konflikten und damit verbunden neuen Vertreibungen kommen. In den vergangenen Wochen kehrten rund 200.000 Südsudanesen, die während des 2. Bürgerkriegs von 1983 bis 2005 in die Hauptstadt Khartum geflohen waren, zurück in den Süden. Doch dies sei nur ein Zehntel der insgesamt rund zwei Millionen Südsudanesen in Khartum, so Preindl gegenüber "Kathpress".

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