- 26.01.2011, 11:53:07
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Wr Gemeinderat - SP-Wutzlhofer: Schule der Zukunft fördert Köpfe, nicht Ellbogen
ÖVP-Bildungspolitik verstaubt und nicht an Bedürfnissen der Kinder orientiert
Wien (OTS/SPW-K) - "Es braucht eine Neuorganisation des
Schulsystems, die dafür sorgt, dass das gesellschaftliche Wissen
verbreitet und vermehrt wird und in dem alle Kinder Rahmenbedingungen
vorfinden, in denen sie selbstbestimmt und mit Freude lernen können",
sagt Gemeinderat Mag. Jürgen Wutzlhofer heute in seiner Rede im
Wiener Gemeinderat, "Das ist die Schule der Zukunft. Eine Schule der
Zukunft kann kein Aufwärmen von Dingen sein, wie es die ÖVP
praktiziert. Heute noch wirft die ÖVP mit Begriffen um sich, die die
Christlich-Sozialen schon 1922 im Zusammenhang mit der
Bildungsdebatte benutzt haben. Das ist die überbordende Originalität
der ÖVP!"
Immer wieder verwende die ÖVP im Zusammenhang mit der Neuen Wiener
Mittelschule die gleichen Scheinargumente, bedauert Wutzlhofer:
"Ständig ist da von Gleichmacherei die Rede. Das zeigt, dass die ÖVP
das Prinzip der gemeinsamen Schule nicht verstanden hat. Das Prinzip
der Wiener Mittelschule heißt nämlich Individualisierung. Es geht
darum, dass alle Kinder bessere Rahmenbedingungen vorfinden, um
selbstbestimmt nach ihren Begabungen zu lernen."
Die ÖVP propagiere ein verstaubtes Modell, bei dem die Kinder in
"oben" und "unten" eingeteilt werden, bei dem die Kinder ins System
passen müssen, statt dass das System an die Bedürfnisse der Kinder
angepasst werde. "So etwas kann niemals im Zentrum fortschrittlicher
Bildungspolitik stehen", betont der SPÖ-Politiker, "Außerdem geht es
wie gesagt darum, allen Kindern Zugang zu besserer Bildung zu
ermöglichen. Oder wie erklären Sie sich, dass 77 Prozent der Kinder
aus Akademikerhaushalten in eine AHS gehen, während es bei Eltern mit
Pflichtschulabschluss nur zwölf Prozent sind? Glaubt die ÖVP
wirklich, dass Kinder von Eltern mit Pflichtschulabschluss weniger
begabt sind? Wir sagen, an dieser Art der Bildungspolitik muss jetzt
etwas geändert werden!"
"Uns geht es darum, Köpfe zu fördern, nicht Ellbogen. Dafür
braucht es die passenden Rahmenbedingungen. Deswegen beginnt die
Förderung in Wien schon im Kindergarten", stellt Wutzlhofer klar,
"Der Anfang fortschrittlicher österreichischer Bildungspolitik ist in
Wien. Daher investieren wir 17 Millionen in die Erweiterung
bestehender Schulen, 55 Millionen in die Sanierung von Schulen, 90
Millionen in Neubauprojekte und 6,7 Millionen allein heuer in neue
Kindergartenplätze."
"Eine Politik, die die Zukunft im Blick hat, hat immer auch die
Bildung im Blick. Alles andere schaut ganz schön alt aus", schließt
Wutzlhofer. (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Rathausklub, Presse Mag. (FH) Evelyn Bäck Tel.: (01) 4000-81 922 mailto:[email protected] http://www.rathausklub.spoe.at
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