Sinnvolle Vorschläge zur Ärzteausbildung gemeinsam weiterentwickeln

NÖ Ärztekammer begrüßt den Beitrag von BM Stöger zur Reformdebatte zur ärztlichen Ausbildung

Wien (OTS) - Die NÖ Ärztekammer begrüßt den Beitrag von Gesundheitsminister Alois Stöger zur Reformdebatte zur ärztlichen Ausbildung. "Ich teile kompromisslos seine Ansicht, wonach bei der Qualität der Ausbildung nicht gespart werde sollte", so Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer. BM Stöger sprach sich bereits vor einigen Wochen gegen die so genannte Teilapprobation aus, durch die unzählige Ärztinnen und Ärzte ausgebildet worden wären, die im Österreichischen Gesundheitssystem nur beschränkt einsetzbar wären. "Das bestehende System der Ausbildung samt Turnus mit vergleichsweise hoher Qualität bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in Österreich wurde durch Minister Stöger bestätigt", so Präsident Dr. Reisner.

Auch der Kurienobmann der Niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich, Dr. Johann Jäger, begrüßt die Gedanken des Bundesministers: "Ich unterstütze eine Erneuerung der Ärzteausbildung. Zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung gehört die verpflichtende Lehrpraxis. Das lange Warten auf eine Ausbildungsstelle wie bisher bringt hingegen mit Sicherheit keine Verbesserung für die Ausbildung."

Zwitl.: Sanfte Reform der Ausbildung ist gefragt

Dr. Ronald Gallob, Kurienobmann der Angestellten Ärzte in Niederösterreich lobte die großartige Unterstützung des Ministers für seine Haltung zur ärztlichen Ausbildung. "Wir sind für sein Verständnis und seine Hilfe dankbar. Bundesminister Stögers Vorschlag zur sanften Reform der ärztlichen Ausbildung ist ein sehr vernünftiger Vorschlag, sachlich und frei von versteckten Fallen zur Bedienung von Partikular- und Minderheiteninteressen. Es sind vernünftige, faire Vorschläge, die nützen können und vor allem niemandem schaden. Meiner Meinung nach der erste gute Beitrag eines so hohen Politikers in der jahrelangen Reform-Debatte", so Dr. Gallob.

Präsident Dr. Reisner sieht den so genannten "Common Trunk" als Bereicherung, wonach nach skandinavischem Vorbild zu Beginn des Turnus zunächst ein Praxisjahr bestehend aus Innerer Medizin und Chirurgie absolviert werden soll. "Es ist egal, welche Facharztausbildung man danach macht. Chirurgie und Innere Medizin sind die Basis für viele andere Fächer. Endlich ein Vorschlag, der Sinn macht und zu einer Verbesserung der Ausbildung führt und den man gemeinsam weiterentwickeln, umsetzen und mit Leben erfüllen sollte."

Zwitl.: Qualitätseinbußen nicht diskutierbar

Begrüßenswert ist aus Sicht von Präsident Dr. Reisner besonders, dass in jedem Fall eine Approbation erst nach der Ausbildung zum Allgemeinmediziner oder in einem der Sonderfächer erfolgen soll, was einen wesentlichen Unterschied zum im Vorjahr vorgelegten Modell von Wissenschaftsministerin Karl darstellt. "Frau BM Karls Vorschlag würde zur Bildung einer niedrig ausgebildeten Ärztegruppe "dritter Klasse" führen, die für lange Jahre extrem abhängig vom Dienstgeber Krankenhaus und beispiellos perspektivenarm wäre. Dieses Szenario findet sich in Herrn BM Stögers Entwurf nicht. Für ihn sind Qualitätseinbußen bei der Ausbildung glücklicherweise nicht diskutierbar", resümiert Präsident Dr. Reisner.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der Ärztekammer für Niederösterreich
Michael Dihlmann
Tel.: 0664/144 98 94
presse@arztnoe.at
www.arztnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AEN0001