• 26.01.2011, 09:02:44
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Sinnvolle Vorschläge zur Ärzteausbildung gemeinsam weiterentwickeln

NÖ Ärztekammer begrüßt den Beitrag von BM Stöger zur Reformdebatte zur ärztlichen Ausbildung

Wien (OTS) - Die NÖ Ärztekammer begrüßt den Beitrag von
Gesundheitsminister Alois Stöger zur Reformdebatte zur ärztlichen
Ausbildung. "Ich teile kompromisslos seine Ansicht, wonach bei der
Qualität der Ausbildung nicht gespart werde sollte", so Dr. Christoph
Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer. BM Stöger sprach sich bereits
vor einigen Wochen gegen die so genannte Teilapprobation aus, durch
die unzählige Ärztinnen und Ärzte ausgebildet worden wären, die im
Österreichischen Gesundheitssystem nur beschränkt einsetzbar wären.
"Das bestehende System der Ausbildung samt Turnus mit vergleichsweise
hoher Qualität bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in
Österreich wurde durch Minister Stöger bestätigt", so Präsident Dr.
Reisner.

Auch der Kurienobmann der Niedergelassenen Ärzte in
Niederösterreich, Dr. Johann Jäger, begrüßt die Gedanken des
Bundesministers: "Ich unterstütze eine Erneuerung der
Ärzteausbildung. Zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung gehört
die verpflichtende Lehrpraxis. Das lange Warten auf eine
Ausbildungsstelle wie bisher bringt hingegen mit Sicherheit keine
Verbesserung für die Ausbildung."

Zwitl.: Sanfte Reform der Ausbildung ist gefragt

Dr. Ronald Gallob, Kurienobmann der Angestellten Ärzte in
Niederösterreich lobte die großartige Unterstützung des Ministers für
seine Haltung zur ärztlichen Ausbildung. "Wir sind für sein
Verständnis und seine Hilfe dankbar. Bundesminister Stögers Vorschlag
zur sanften Reform der ärztlichen Ausbildung ist ein sehr
vernünftiger Vorschlag, sachlich und frei von versteckten Fallen zur
Bedienung von Partikular- und Minderheiteninteressen. Es sind
vernünftige, faire Vorschläge, die nützen können und vor allem
niemandem schaden. Meiner Meinung nach der erste gute Beitrag eines
so hohen Politikers in der jahrelangen Reform-Debatte", so Dr.
Gallob.

Präsident Dr. Reisner sieht den so genannten "Common Trunk" als
Bereicherung, wonach nach skandinavischem Vorbild zu Beginn des
Turnus zunächst ein Praxisjahr bestehend aus Innerer Medizin und
Chirurgie absolviert werden soll. "Es ist egal, welche
Facharztausbildung man danach macht. Chirurgie und Innere Medizin
sind die Basis für viele andere Fächer. Endlich ein Vorschlag, der
Sinn macht und zu einer Verbesserung der Ausbildung führt und den man
gemeinsam weiterentwickeln, umsetzen und mit Leben erfüllen sollte."

Zwitl.: Qualitätseinbußen nicht diskutierbar

Begrüßenswert ist aus Sicht von Präsident Dr. Reisner besonders,
dass in jedem Fall eine Approbation erst nach der Ausbildung zum
Allgemeinmediziner oder in einem der Sonderfächer erfolgen soll, was
einen wesentlichen Unterschied zum im Vorjahr vorgelegten Modell von
Wissenschaftsministerin Karl darstellt. "Frau BM Karls Vorschlag
würde zur Bildung einer niedrig ausgebildeten Ärztegruppe "dritter
Klasse" führen, die für lange Jahre extrem abhängig vom Dienstgeber
Krankenhaus und beispiellos perspektivenarm wäre. Dieses Szenario
findet sich in Herrn BM Stögers Entwurf nicht. Für ihn sind
Qualitätseinbußen bei der Ausbildung glücklicherweise nicht
diskutierbar", resümiert Präsident Dr. Reisner.

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Ärztekammer für Niederösterreich
Michael Dihlmann
Tel.: 0664/144 98 94
mailto:[email protected]
www.arztnoe.at

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