Hundstorfer zu Jahr der Freiwilligentätigkeit: Österreich ist europäischer Spitzenreiter bei Freiwilligenengagement

Drei Millionen Österreicher arbeiten ehrenamtlich -Freiwilligengesetz kommt 2011

Wien (OTS/SK) - 43 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher engagieren sich ehrenamtlich und arbeiten umgerechnet 15 Millionen Stunden pro Woche. Damit ist Österreich europäischer Spitzenreiter, was die Freiwilligenarbeit betrifft. Das betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Dienstag, bei seinen Eröffnungsworten zu "Freiwillig. Etwas bewegen!", einer Europatour, die im Rahmen des Europäischen Jahres der Freiwillentätigkeit für drei Tage im Wiener Rathaus Station macht. Auch SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner, Marianne Klicka, die dritte Präsidentin des Wiener Landtags, und Richard Kühnel als Vertreter der Europäischen Kommission betonten in ihren Begrüßungsworten, wie wichtig es sei, das ehrenamtliche Engagement vor den Vorhang zu holen und allen freiwillig Tätigen ein herzliches "Dankeschön" auszusprechen. ****

"Für das ehrenamtliche Engagement so vieler muss man auch als Staat ein wirklich großes Dankeschön aussprechen", so Hundstorfer, der betonte, dass der Einsatz und das Engagement von drei Millionen Österreichern das soziale Gefüge in unserem Land erst zu dem macht, was es ist. Obwohl es bereits gelungen sei, die Frage der Unfallversicherung für freiwillig Tätige zu klären, gebe es immer noch viele Probleme, die es mit einem Freiwilligengesetz zu lösen gelte, so Hundstorfer. Als Beispiele nannte er die Dienstfreistellung bei Katastropheneinsätzen sowie eine Entgeltfortzahlung. Noch im Jahr 2011 soll ein Freiwilligengesetz geschaffen werden, um jenen drei Millionen Österreicherinnen und Österreichern, die sich ehrenamtlich engagieren, mehr Rechtssicherheit zu geben.

Zur aktuellen Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht und das damit verbundene Ende des Zivildienstes betonte der Minister, dass mit dem Sozialjahr bereits ein gangbarer Vorschlag für Ersatz gemacht wurde. Dieser verstünde sich aber als Diskussionsgrundlage und der Dialog mit den Trägerorganisationen laufe bereits. Hundstorfer stellte klar, dass es ihm besonders wichtig ist, dass jene, die sich freiwillig engagieren - egal, ob im Rahmen des Sozialjahres oder ehrenamtlich - auch "Benefits" für ihr späteres Leben (z.B. die Anrechung von Ausbildungen) mitnehmen können.

Regner: Freiwilligenarbeit vor den Vorhang holen

SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner betonte, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher von allen Europäern am häufigsten ehrenamtlich engagieren. "In Europa arbeiten ca. 22 bis 24 Prozent der Menschen ehreamtlich. Das übertrifft Österreich fast um das Doppelte", so die Europaabgeordnete. Regner betonte weiters, dass es wichtig sei, im Rahmen des Europäischen Jahres auch jene Freiwilligenarbeit vor den Vorhang zu holen, die zu Hause geleistet wird, da 63 Prozent der unbezahlten Arbeit im Haushalt - wie Kinderbetreuung und Pflege von älteren Angehörigen - immer noch die Aufgabe von Frauen ist.

Klicka: Freiwillige sind Stütze für Österreichs Gesellschaft

Die dritte Präsidentin des Wiener Landtags, Marianne Klicka, hob hervor, dass die Arbeit von Freiwilligen eine unendlich wertvolle Stütze für Österreichs Gesellschaft darstellt. "Sie sind eine unverzichtbare Ergänzung und es ist die Aufgabe der Politik, die optimalen Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu schaffen", so Klicka, die sich, wie Hundstorfer, für die Schaffung eines Freiwilligengesetzes und "Benefits" aussprach. Richard Kühnel als Vertreter der Europäischen Kommission betonte, dass das Europäische Parlament und die Kommission 2011 zum Jahr der Freiwilligentätigkeit erklärt haben, um den vielen freiwillig Tätigen "Danke" dafür zu sagen, dass sie sich in ihrer Freizeit für andere Menschen einsetzen. Ziel dieses Jahres sei es nicht nur, auf die Arbeit der Freiwilligen aufmerksam zu machen, sondern auch die Ausbildung zu verbessern und grenzübergreifende Freiwilligentätigkeit zu fördern. (Schluss) sv/bj

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