• 25.01.2011, 11:16:12
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Coface Länderratings: Schwellenländer weiter auf Überholspur - ANHANG

Wien (OTS) - Der internationale Kreditversicherer Coface hat
anlässlich der 15. Country Risk Conference in Paris seine Prognosen
für 2011 veröffentlicht. Als klare Gewinner der Krise entpuppen sich
dabei die Schwellenländer mit weiterhin stabilen Wachstumsaussichten,
während die Unterschiede zu den Industrieländern zusehends
verschwinden.

Prognose für 2011 sieht weltweites Wirtschaftswachstum um 3,4% voraus
- Verlangsamtes Wachstum in Eurozone

Für 2011 sieht Coface ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,4%
voraus, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert
(4,0%) bedeutet.

Zurückzuführen ist dies auf den Schuldenabbau im privaten Sektor,
die restriktive Budgetpolitik in Europa, den möglichen Preisanstieg
bei Rohstoffen sowie den erwarteten Rückgang des weltweiten Handels.

Auch für die Eurozone wird ein verlangsamtes Wachstum (1,4% im
Vergleich zu 1,7% im Jahr 2010) angenommen. Die daraus resultierenden
negativen Auswirkungen auf die durchschnittliche Kreditwürdigkeit der
Unternehmen halten sich aber in Grenzen, da die Wachstumsdifferenz
zwischen 2010 und 2011 auf 0,6 Prozentpunkte des BIP begrenzt ist.

Weiter starkes Wachstum in Schwellenländern - Ratings von China,
Türkei, Brasilien, Indien und Polen bereits vor Griechenland, Irland
und Portugal

Die Schwellenländer werden hingegen ihre dynamische Entwicklung
auch 2011 fortsetzen: Coface erwartet hier ein Wirtschaftswachstum
von 6,2% (2010: 6,7%), das vor allem darauf zurückzuführen ist, dass
in den Schwellenländern staatliche Aktivitäten zur Bekämpfung der
Wirtschaftskrise ungehindert wirken konnten, während in der Eurozone
die Schuldenblase zu Staatskrisen führte.

Dementsprechend nähern sich die Risiko-Ratings der Schwellenländer
immer stärker an jene der Industrieländer an. Vor der Krise war das
schlechteste Rating bei den Industrieländern A2 - eine Bewertung, die
lediglich von neun Schwellenländern erreicht oder übertroffen wurde.
2010 dagegen war das niedrigste Rating unter den Industrieländern A4
und 27 Schwellenländer konnten eine Bewertung erreichen, die gleich
oder besser war. Unter diesen
Ländern befinden sich auch China, Brasilien, Indien und Polen (alle
A3), deren Rating heute besser ist als jenes von Griechenland, Irland
und Portugal, den Opfern der Schuldenblase. Die Türkei (A4) liegt
heute nur noch knapp hinter Großbritannien.

Diese Entwicklung bestätigt Coface darin, zwischen
Schwellenländern und Industrieländern in der Methode der
Risikobewertung keine Unterschiede zu machen. "Ursprünglich war die
Bewertung von Länderrisiken für Schwellenländer gedacht, da bei
diesen die Risiken hoch sind - nicht zuletzt aufgrund des Einflusses
von Fremdwährungen. In der Eurozone hat sich jedoch gezeigt, dass
auch mit hohen externen Schulden in der eigenen Währung eine
Krise möglich ist", erklärt Francois David, Präsident von Coface.

Neuerliches Abtauchen in Rezession ("Double Dip") unwahrscheinlich

Insgesamt ist bei den Veränderungen in den Länderbewertungen ein
positiver Trend zu verzeichnen. 2009 wurden 47 Länder abgewertet bzw.
unter negative Beobachtung gestellt, während nur 23 Länder höher
eingestuft bzw. unter positive Beobachtung gestellt wurden. 2010 hat
sich der Trend bereits umgekehrt, es wurden 47 Länder höher
eingestuft bzw. unter positive Beobachtung gestellt und nur sechs
Länder abgestuft oder unter negative Beobachtung gestellt. Vor diesem
Hintergrund verwirft Coface das gefürchtete "Double Dip"-Szenario
einer Rückkehr der Rezession.

Insgesamt bewertet Coface 156 Länder, von denen 28 zu den so
genannten Industrieländern zählen. Die jüngsten Veränderungen im
Rating einzelner Länder können der beiliegenden Tabelle entnommen
werden.

Über Coface Austria und Coface Central Europe:

Coface Austria, mit Zentrale in Wien und Niederlassungen in Polen,
Ungarn, Litauen, Lettland, Slowakei, Tschechien, Rumänien und
Bulgarien, ist seit der Gründung 1954 ein führendes Unternehmen am
heimischen Markt für Kreditversicherungen. Seit 1997 ist Coface
Austria eine Tochter der französischen Coface und damit Teil eines
der drei Global Player am Kreditversicherungsmarkt. Die
Schwestergesellschaft Coface Central Europe ist seit 20 Jahren
Marktführer für Wirtschaftsinformationen in 12 zentraleuropäischen
Ländern. Ergänzend bietet man in der gesamten Region Inkassoservices
an. Coface Central Europe ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Coface
(75%) und des KSV1870 (25%). Seit 2002 ist Wien innerhalb des
Coface Konzerns Headquarter für Zentral- und Osteuropa, die gesamte
Region zählt bereits über 700 Mitarbeiter/innen.

Über Coface:

Ziel von Coface ist die Vereinfachung des globalen B2B-Geschäfts
mittels der vier Geschäftssparten Kreditversicherung,
Wirtschaftsinformation und -bewertung, Inkasso und Factoring. Diese
ermöglichen die teilweise oder komplette Auslagerung des
Forderungsmanagements sowie die Finanzierung und Versicherung der
Forderungen. 6.600 Mitarbeiter/innen in 66 Ländern bieten
130.000 Kundinnen und Kunden - darunter 45% der 500 größten
Unternehmen - weltweit lokales Service an. Coface ist eine Tochter
der französischen Bank Natixis (Stammkapital 12,8 Mrd. Euro, Ende
Juni 2010).

Webtipp:

Nähere Informationen zu den aktuellen Länderratings von Coface
finden Sie online unter http://www.ots.at/redirect/country-risks
(englisch).

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at

Rückfragehinweis:

Coface Austria Holding AG
   Susanne Krönes 
   Head of Marketing and Communications
   01/515 54 - 512
   [email protected]
   http://www.coface.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | COF

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