Coface Länderratings: Schwellenländer weiter auf Überholspur

Wien (OTS) - Der internationale Kreditversicherer Coface hat anlässlich der 15. Country Risk Conference in Paris seine Prognosen für 2011 veröffentlicht. Als klare Gewinner der Krise entpuppen sich dabei die Schwellenländer mit weiterhin stabilen Wachstumsaussichten, während die Unterschiede zu den Industrieländern zusehends verschwinden.

Prognose für 2011 sieht weltweites Wirtschaftswachstum um 3,4% voraus - Verlangsamtes Wachstum in Eurozone

Für 2011 sieht Coface ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,4% voraus, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert (4,0%) bedeutet.

Zurückzuführen ist dies auf den Schuldenabbau im privaten Sektor, die restriktive Budgetpolitik in Europa, den möglichen Preisanstieg bei Rohstoffen sowie den erwarteten Rückgang des weltweiten Handels.

Auch für die Eurozone wird ein verlangsamtes Wachstum (1,4% im Vergleich zu 1,7% im Jahr 2010) angenommen. Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die durchschnittliche Kreditwürdigkeit der Unternehmen halten sich aber in Grenzen, da die Wachstumsdifferenz zwischen 2010 und 2011 auf 0,6 Prozentpunkte des BIP begrenzt ist.

Weiter starkes Wachstum in Schwellenländern - Ratings von China, Türkei, Brasilien, Indien und Polen bereits vor Griechenland, Irland und Portugal

Die Schwellenländer werden hingegen ihre dynamische Entwicklung auch 2011 fortsetzen: Coface erwartet hier ein Wirtschaftswachstum von 6,2% (2010: 6,7%), das vor allem darauf zurückzuführen ist, dass in den Schwellenländern staatliche Aktivitäten zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise ungehindert wirken konnten, während in der Eurozone die Schuldenblase zu Staatskrisen führte.

Dementsprechend nähern sich die Risiko-Ratings der Schwellenländer immer stärker an jene der Industrieländer an. Vor der Krise war das schlechteste Rating bei den Industrieländern A2 - eine Bewertung, die lediglich von neun Schwellenländern erreicht oder übertroffen wurde. 2010 dagegen war das niedrigste Rating unter den Industrieländern A4 und 27 Schwellenländer konnten eine Bewertung erreichen, die gleich oder besser war. Unter diesen
Ländern befinden sich auch China, Brasilien, Indien und Polen (alle A3), deren Rating heute besser ist als jenes von Griechenland, Irland und Portugal, den Opfern der Schuldenblase. Die Türkei (A4) liegt heute nur noch knapp hinter Großbritannien.

Diese Entwicklung bestätigt Coface darin, zwischen Schwellenländern und Industrieländern in der Methode der Risikobewertung keine Unterschiede zu machen. "Ursprünglich war die Bewertung von Länderrisiken für Schwellenländer gedacht, da bei diesen die Risiken hoch sind - nicht zuletzt aufgrund des Einflusses von Fremdwährungen. In der Eurozone hat sich jedoch gezeigt, dass auch mit hohen externen Schulden in der eigenen Währung eine
Krise möglich ist", erklärt Francois David, Präsident von Coface.

Neuerliches Abtauchen in Rezession ("Double Dip") unwahrscheinlich

Insgesamt ist bei den Veränderungen in den Länderbewertungen ein positiver Trend zu verzeichnen. 2009 wurden 47 Länder abgewertet bzw. unter negative Beobachtung gestellt, während nur 23 Länder höher eingestuft bzw. unter positive Beobachtung gestellt wurden. 2010 hat sich der Trend bereits umgekehrt, es wurden 47 Länder höher eingestuft bzw. unter positive Beobachtung gestellt und nur sechs Länder abgestuft oder unter negative Beobachtung gestellt. Vor diesem Hintergrund verwirft Coface das gefürchtete "Double Dip"-Szenario einer Rückkehr der Rezession.

Insgesamt bewertet Coface 156 Länder, von denen 28 zu den so genannten Industrieländern zählen. Die jüngsten Veränderungen im Rating einzelner Länder können der beiliegenden Tabelle entnommen werden.

Über Coface Austria und Coface Central Europe:

Coface Austria, mit Zentrale in Wien und Niederlassungen in Polen, Ungarn, Litauen, Lettland, Slowakei, Tschechien, Rumänien und Bulgarien, ist seit der Gründung 1954 ein führendes Unternehmen am heimischen Markt für Kreditversicherungen. Seit 1997 ist Coface Austria eine Tochter der französischen Coface und damit Teil eines der drei Global Player am Kreditversicherungsmarkt. Die Schwestergesellschaft Coface Central Europe ist seit 20 Jahren Marktführer für Wirtschaftsinformationen in 12 zentraleuropäischen Ländern. Ergänzend bietet man in der gesamten Region Inkassoservices an. Coface Central Europe ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Coface (75%) und des KSV1870 (25%). Seit 2002 ist Wien innerhalb des
Coface Konzerns Headquarter für Zentral- und Osteuropa, die gesamte Region zählt bereits über 700 Mitarbeiter/innen.

Über Coface:

Ziel von Coface ist die Vereinfachung des globalen B2B-Geschäfts mittels der vier Geschäftssparten Kreditversicherung, Wirtschaftsinformation und -bewertung, Inkasso und Factoring. Diese ermöglichen die teilweise oder komplette Auslagerung des Forderungsmanagements sowie die Finanzierung und Versicherung der Forderungen. 6.600 Mitarbeiter/innen in 66 Ländern bieten
130.000 Kundinnen und Kunden - darunter 45% der 500 größten Unternehmen - weltweit lokales Service an. Coface ist eine Tochter der französischen Bank Natixis (Stammkapital 12,8 Mrd. Euro, Ende Juni 2010).

Webtipp:

Nähere Informationen zu den aktuellen Länderratings von Coface finden Sie online unter http://www.ots.at/redirect/country-risks (englisch).

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