- 24.01.2011, 11:29:43
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Das geplante Knie
Beim neuen "Signature Knee" hilft eine computergenerierte Schablone dem Operateur, das künstliche Kniegelenk passgenau im Köper zu implantieren.
Wien (OTS) - Eine völlig neue Methode in der Implantation von
künstlichen Knieprothesen wird seit einiger Zeit im größten
orthopädischen Kompetenzzentrum Österreichs, dem Orthopädischen
Spital Speising in Wien, angewandt: es ist das so genannte "Signature
Knee".
"Dabei wird die Lage der Kniegelenks-Prothese vor der Operation
anhand von MR-Daten des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks am Computer
geplant. Dies führt zu einer optimalen Passgenauigkeit des
künstlichen Gelenks und zu einer reduzierten Operationsdauer",
erklären Oberarzt Dr. Alexander Spatschil und Oberarzt Dr. Wolfgang
Freilinger, die diese Methode im Orthopädischen Spital Speising
anwenden. Weitere Vorteile sind ein weniger invasiver Eingriff, und
damit ein geringerer Blutverlust und eine raschere Mobilisation des
Patienten.
Das Orthopädische Spital Speising war österreichweit das erste
Krankenhaus, in dem diese bahnbrechende OP-Methode eingeführt wurde.
Der Primarius der I. Orthopädischen Abteilung in Speising, Univ. Doz.
Dr. Franz Landsiedl, hatte Ende 2009 diese Methode nach Österreich
gebracht. Mittlerweile sind schon so viele Signature-Knie-Operationen
durchgeführt worden, dass von einem ersten, guten Erfolg dieser
Methode gesprochen werden kann.
US-Rechenzentrum erstellt eine "virtuelle Schablone"
Die konkrete Vorgangsweise: Der Patient lässt sich sechs Wochen vor
der Operation ein Magnetresonanz-Bild anfertigen. Die Daten werden
dann anonymisiert in ein Rechenzentrum in den USA geschickt. Dort
werden aufgrund der Bilddaten die notwendigen Knochenschnitte, die
Lage sowie auch die Größe des Implantats genau berechnet. Anhand
dieser Informationen wird eine Schablone erstellt, welche bei der
Operation die notwendige Vorgangsweise vorgibt. "Selbstverständlich
besteht für den Operateur die Freiheit, jederzeit von dieser Vorgabe
abzuweichen und konventionell weiterzuoperieren", sagt Doz. Franz
Landsiedl.
Bislang wurden im Orthopädischen Spital Speising mehr als 20
derartige Signature-Knieprothesen eingesetzt wobei eine sehr hohe
Exaktheit der Implantation erzielt werden konnte. Geplant ist auch
die Teilnahme an einer europaweiten Multicenter-Studie, um die
Methode wissenschaftlich noch besser zu bewerten.
Selbstverständlich werden im Kompetenzzentrum Speising auch alle
bisherigen konventionellen Methoden weiterhin erfolgreich angewandt.
Rückfragehinweis:
Orthopädisches Spital Speising GmbH
Pressestelle
Tel.: ++43 1/ 80 182 - 1205
mailto:[email protected]
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