Informationen zur Cyber-Attacke auf das österreichische Emissionshandelsregister

Wien (OTS) - Das österreichische Emissionshandelsregister wurde am 10. Jänner 2011 wegen massiver Cyber-Attacken vom Netz genommen. Die daraus entstandene Sicherheitslücke wurde sofort geschlossen. Beim Angriff gelang es 488.141 Zertifikate von einem Reservekonto illegal zu transferieren. Parallel wurde die ECRA zur Ablenkung mit einer DOS (Denail of Service)-Attacke lahmgelegt. Personen- und Anlagenbetreiberkonten waren vom Cyber-Angriff nicht betroffen.

Die illegal transferierten Zertifikate wurden innerhalb kürzester Zeit in Liechtenstein und Schweden ausfindig gemacht und eingefroren. Die illegalen Transaktionen wurden beim BKA Wien angezeigt. Ein Antrag auf Rücktransfer seitens der österreichischen Behörden wurde gestellt.

Das österreichische Emissionshandelsregister erfüllt die von der EU-Kommission vorgegebenen Sicherheitsstandards. Da die Cyber-Attacken fortgesetzt wurden, ist die Wiederaufnahme des Onlinebetriebs des österreichischen Emissionshandelsregisters nach dem Einführen zusätzlicher restriktiver Sicherheitsmechanismen geplant.

Die Attacke auf das österreichische Register Anfang Jänner war eine von mehreren parallel geführten Angriffen auf Register mehrerer Länder. Die EU-Kommission hat daher am 19. Jänner 2011 entschieden, zumindest bis 26. Jänner 2011 alle Register zu sperren und keine Transaktionen mehr zuzulassen.

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