FPK-Trettenbrein: Erstaunlich, dass Kärtens AK-Chef für höhere Arbeitgeber-Gewinne eintritt

Zusätzliches Geld flösse nicht ins Personal der Heime - SPÖ auf Tauchstation

Klagenfurt (OTS) - "Mit seiner Äußerung, dass das Land und die Gemeinden die Mehrforderungen der privaten Heimbetreiber erfüllen sollten, erweist der Präsident der Kärntner Arbeiterkammer Günther Goach seinen Parteifreunden in den Gemeinden einen Bärendienst. Denn die Gemeinden müssten dann jährlich 13 Millionen Euro mehr pro Jahr für die Pflege bezahlen und dieses Geld wird ihnen zweifellos bei den arbeitsplatzsichernden Investitionen abgehen. Deren Fehlen beklagt Goach ebenfalls", erklärt der Sozialsprecher der FPK LAbg. Harald Trettenbrein.

Er empfiehlt Goach, sich näher zu informieren. Das Geld, das die Heimbetreiber zusätzlich verlangen, würde nämlich keinesfalls für das Pflegepersonal herangezogen, sondern flösse in ganz andere Bereiche. Über die Finanzierung des vorgeschriebenen Personalschlüssels in den Heimen (1 : 2,5 / 5 Mitarbeiter je 20 Bewohner) herrschte in den Verhandlungen zwischen Land und Heimbetreibern Einigkeit, teilt Trettenbrein mit. Unterschiedliche Meinungen tauchten vielmehr über andere Kostenstellen, z.B. Verwaltung oder Unternehmerlohn auf.

"Für die Arbeitnehmer tritt Goach jedenfalls mit seiner Forderung nicht ein, vielmehr für eine Erhöhung der Gewinne einzelner Arbeitgeber. Das ist aber bei einem Arbeitnehmervertreter und AK-Präsidenten eher ungewöhnlich", meint Trettenbrein.

Er drückte auch seine Verwunderung darüber aus, dass weder der Gemeindebund noch ein SP-Bürgermeister sich zu den Mehrforderungen der Heimbetreiber geäußert haben. "Sie gehen in dieser Frage auf Tauchstation, obwohl der Gemeindebund ansonsten sehr darauf drängt, dass die Sozialkosten begrenzt werden", kritisiert Trettenbrein abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0002