- 21.01.2011, 11:30:05
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FPK-Trettenbrein: Erstaunlich, dass Kärtens AK-Chef für höhere Arbeitgeber-Gewinne eintritt
Zusätzliches Geld flösse nicht ins Personal der Heime - SPÖ auf Tauchstation
Klagenfurt (OTS) - "Mit seiner Äußerung, dass das Land und die
Gemeinden die Mehrforderungen der privaten Heimbetreiber erfüllen
sollten, erweist der Präsident der Kärntner Arbeiterkammer Günther
Goach seinen Parteifreunden in den Gemeinden einen Bärendienst. Denn
die Gemeinden müssten dann jährlich 13 Millionen Euro mehr pro Jahr
für die Pflege bezahlen und dieses Geld wird ihnen zweifellos bei den
arbeitsplatzsichernden Investitionen abgehen. Deren Fehlen beklagt
Goach ebenfalls", erklärt der Sozialsprecher der FPK LAbg. Harald
Trettenbrein.
Er empfiehlt Goach, sich näher zu informieren. Das Geld, das die
Heimbetreiber zusätzlich verlangen, würde nämlich keinesfalls für das
Pflegepersonal herangezogen, sondern flösse in ganz andere Bereiche.
Über die Finanzierung des vorgeschriebenen Personalschlüssels in den
Heimen (1 : 2,5 / 5 Mitarbeiter je 20 Bewohner) herrschte in den
Verhandlungen zwischen Land und Heimbetreibern Einigkeit, teilt
Trettenbrein mit. Unterschiedliche Meinungen tauchten vielmehr über
andere Kostenstellen, z.B. Verwaltung oder Unternehmerlohn auf.
"Für die Arbeitnehmer tritt Goach jedenfalls mit seiner Forderung
nicht ein, vielmehr für eine Erhöhung der Gewinne einzelner
Arbeitgeber. Das ist aber bei einem Arbeitnehmervertreter und
AK-Präsidenten eher ungewöhnlich", meint Trettenbrein.
Er drückte auch seine Verwunderung darüber aus, dass weder der
Gemeindebund noch ein SP-Bürgermeister sich zu den Mehrforderungen
der Heimbetreiber geäußert haben. "Sie gehen in dieser Frage auf
Tauchstation, obwohl der Gemeindebund ansonsten sehr darauf drängt,
dass die Sozialkosten begrenzt werden", kritisiert Trettenbrein
abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272
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