Grüne Wien/Werner-Lobo: Opfer von Menschenhandel darf nicht abgeschoben werden

Junge Nigerianerin wurde in Wien zur Prostitution gezwungen

Wien (OTS) - Heute Abend soll eine junge Nigerianerin abgeschoben werden, die ein Opfer von Menschenhandel wurde. Die junge Frau wurde in Wien zur Prostituion gezwungen und jahrelang ausgebeutet. Nacht für Nacht musste sie ihren Körper auf dem Straßenstrich verkaufen, ohne auch nur einen Euro davon behalten zu dürfen. Trotz Drohungen seitens der Menschenhändler entschloss sie sich, eine Aussage bei den österreichischen Behörden zu machen. "Das Resultat ihres Mutes ist, dass sie nun nach Nigieria abgeschoben werden soll, wo ihr wegen ihrer Aussage vor den österreichischen Behörden schwere Repressalien drohen", so der Menschenrechtssprecher der Grünen Wien, Klaus Werner-Lobo.

"Eine Abschiebung wie diese kommt lediglich den Menschenhändlern zugute, die Opfer aber kommen dabei zu Schaden. Trotz Angst, Drohung und Traumatisierung machen sie ihre Aussagen und trotzdem werden sie abgeschoben. So etwas können und wollen wir nicht akzeptieren", so Werner Lobo. Ein Verfahren für humanitären Aufenthalt ist derzeit in Gang. "Ich appelliere an die Fremdenpolizei und an die Innenministerin, zumindest das Ergebnis des laufenden Verfahrens bei der zuständigen Magistratsabteilung 35 abzuwarten", so Werner-Lobo abschließend.

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