EU-Schülerkalender: Katholische Verbände wenden sich an Barroso

AKV-Präsident Josef Zemanek kritisiert "grobe Nachlässigkeit" bei Erstellung des Kalenders und warnt vor Glaubwürdigkeitsverlust der EU

Wien, 19.01.11 (KAP) Die Diskussion um den aktuellen EU-Schülerkalender geht in eine weitere Runde: So erhält EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in diesen Tagen Post von den katholischen Verbänden Österreichs. Darin kritisiert der Präsident der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV), Josef Zemanek, es als "grobe Nachlässigkeit", wenn "aus Versehen" gerade die in der europäischen Kultur zutiefst verankerten christlichen Fest- und Feiertage nicht berücksichtigt worden sein sollten. In dem "Kathpress" vorliegenden Schreiben warnt der AKV-Präsident auch davor, dass durch ein derartiges "Fehlverhalten" die Glaubwürdigkeit und Reputation der Europäischen Union untergraben werden könnte.

Es sei grundsätzlich begrüßenswert, dass die EU-Kommission mit einem Schülerkalender bei der Jugend Interesse für die Europäische Union zu wecken will, hält Zemanek fest. Gleichzeitig verweist er auf den in Österreich bereits seit Jahren erfolgreich vertriebenen interreligiösen Schülerkalender, durch den der Dialog zwischen den diversen Bekenntnissen gerade bei der Jugend gefördert werde. "An diesem Beispiel hätten sich auch die Verantwortlichen der Europäischen Union orientieren sollen", so Zemanek.

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