Chaos statt Studium ist kein Hochschulkonzept

MinisterInnenrat beschließt Zugangsbeschränkungen

Wien (OTS) - Soeben wurden im MinisterInnenrat Zugangsbeschränkungen beschlossen, die offenbar vor allem Chaos und Verwirrung auslösen sollen. Wer studieren will muss sich schon im vorhergehenden Semester anmelden - die genauen Voranmeldefristen kann jede Uni autonom festlegen. Somit könnten 21 verschiedene Fristen gelten.

"Offenbar wird versucht durch Verwirrungsmaßnahmen den Hochschulzugang zu beschränken." äußert sich Maria Clar, Aktivistin der GRAS (Grüne und Alternative StudentInnen) zu den neuen Regelungen.

Wer sich nicht fristgerecht angemeldet hat, kann nicht studieren. "Vor allem jene, die die Matura wiederholen müssen werden davon betroffen sein, da sie durch ihren zweiten Antritt die Frist verpassen werden. Und beispielsweise Medizinstudierende werden sich prophylaktisch für andere Studien inskribieren müssen, da sie erst im August erfahren ob sie das Aufnahmeverfahren auf der MedUni bestanden haben."

Die zweite Neuerung betrifft die Studieneingangsphase (STEP). Sie soll auf ein Semester gekürzt und auch die Zahl der Prüfungsantritte soll verringert werden. "Unter dieser Verschärfung werden besonders jene leiden, die über den zweiten Bildungsweg auf die Universitäten kommen. Für sie ist das erste Semester extrem wichtig um aufzuholen -die STEP wirkt also sehr stark sozial selektiv!" zeigt sich Clar verärgert.

Die GRAS befürchtet, dass außerdem kommissionelle Prüfungen abgeschafft werden. Sollte dies der Fall sein, wird den StudentInnen einmal mehr die Möglichkeit auf eine faire Prüfungsabwicklung genommen.

Dass sich die StudentInnen nicht mehr viel gefallen lassen wollen, zeigte sich gestern Abend. Während einer Veranstaltung im Audimax wurde von vielen Seiten auf twitter, facebook, per sms und über Flugblätter zu einer Besetzung mobilisiert. Securities schlossen jedoch den Hörsaal bevor Proteste zustande kommen konnten. "Weitere Protestmaßnahmen sind aber vorprogrammiert! Österreichs Universitäten haben nicht zu viele, sondern zu wenige Studierende. Nicht Zugangsbeschränkungen, sondern mehr Geld für Unis muss die Lösung sein!" so Clar.

Rückfragen & Kontakt:

GRAS Grüne & Alternative StudentInnen

0650/3503904
presse@gras.at

http://www.gras.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRA0001