• 18.01.2011, 08:49:06
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Allianz: Baby-Boomer kippen Österreichs Pensionssystem im Jahr 2025

Wien (OTS) - 2011 ist es so weit: Die US-amerikanische
Baby-Boomer-Generation beginnt weltweit als erste in den Ruhestand zu
gehen. Für Österreich wird der Höhepunkt der Pensionsantrittswelle
für 2025 prognostiziert - mit massiven Umwälzungen für das staatliche
Pensionssystem. Die Allianz ortet akuten Handlungsbedarf und fordert
einen österreichweiten Schulterschluss zwischen Politik und
Unternehmen.

Mit dem Pensionseintritt der zahlreichen Baby-Boomer wird sich der
Anteil der Menschen, der von Beiträgen der arbeitenden Bevölkerung
abhängig ist, schlagartig deutlich erhöhen: "Das nach dem
Umlageverfahren finanzierte staatliche Pensionssystem wird im Zuge
der Antrittswellen noch schneller und stärker unter Druck kommen -
spätestens dann, wenn mehrere hunderttausend Österreicher
gleichzeitig in Pension gehen", kommentiert Dr. Wolfram Littich,
Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, die aktuellen
Ergebnisse des Allianz Demographic Pulse.

Globale Pensionsantrittswelle: Zuerst USA, dann Europa und Asien

Die Generation der geburtenstarken Jahrgänge muss sich weltweit
auf die größten Altersvorsorge-Probleme in der Geschichte gefasst
machen: Aufgrund sinkender gesetzlicher Renten und zunehmender
Lebenserwartung stehen Baby-Boomer auf der ganzen Welt vor ähnlichen
Problemen: Infolge gewaltiger Pensionsantrittswellen wird die
Überlastung der staatlichen Pensionssysteme, verbunden mit erhöhten
Kosten für die zunehmende Lebenserwartung, traurige Realität für
Pensionisten, Wirtschaft und Staaten weltweit. Unterschiedlich sind
jedoch die zeitlichen Startpunkte der Pensionsantrittswellen: Während
in Nordamerika aktuell die ersten Baby-Boomer das Rentenalter
erreichen, folgen andere Länder deutlich später. Alle zentral-, süd-
und osteuropäischen, aber auch die asiatischen Länder sind mit
gleichen oder ähnlichen Problemen nachgelagert konfrontiert. Zwischen
dem geburtenstärksten Jahrgang in den USA und dem geburtenstärksten
Jahrgang in China liegen sogar 30 Jahre.

Österreich: Höhepunkt der Antrittswelle 2025

Die Pensionsantrittswelle in den Vereinigten Staaten wird im Jahre
2020 ihren Höhepunkt erreichen. Fünf Jahre später sind dann die
meisten europäischen Länder, darunter auch Österreich, an der Reihe.
Während 1950 fünf Prozent der Österreicher zwischen 60 und 65 Jahre
alt waren, werden es 2025 voraussichtlich fast acht Prozent sein:
665.000 Österreicher - rund 43 Prozent mehr als 2010 - bedeuten dann
einen schlagartigen Anstieg an Pensionsantritten innerhalb eines
kurzen Zeitraumes, die Österreich zusätzlich verkraften und
finanzieren muss. Dies ist zum einen durch die höhere Lebenserwartung
bedingt, die zwischen 1950 und 2025 von 66,3 auf circa 82,8 Jahre
ansteigen wird, zum anderen aber durch die geburtenstarken Jahrgänge
nach dem Krieg. Weitere Länder wie Ungarn, Spanien, die Türkei und
China werden mit ihren Spitzenjahrgängen nachziehen - haben aber mit
10 bis 30 Jahren noch deutlich mehr Zeit zur Vorbereitung als die
USA.

Nachholbedarf für private Vorsorge

"Die Eintrittswelle ist prognostizierbar, ebenso die Konsequenzen.
Daher kann man in der Altersvorsorge schon Jahre davor Vorkehrungen
treffen, damit die Pensionsantrittswelle keinen Schaden anrichtet,
weder beim Staat, noch beim einzelnen Staatsbürger", so Littich. Es
zeige sich, dass die Menschen in großen Teilen der Welt aufgerufen
sind, sich mit dem Thema Altervorsorge auseinanderzusetzen, so die
Studie. "In Österreich gibt es starken Nachholbedarf: Die aktuelle
Relation zwischen staatlicher und privater Vorsorge liegt bei 90 zu
10", so Littich.

Trotz der großen Unterschiede in der Ausgestaltung der weltweiten
Rentensysteme sind die Herausforderungen sehr ähnlich: Die alternden
Gesellschaften und die steigende Staatsverschuldung führen dazu, dass
die kapitalgedeckte Altersvorsorge zukünftig eine stärkere Rolle
spielen wird. Mittlerweile herrscht auch weitgehend Einigkeit
darüber, dass eine nachhaltige gesetzliche mit einer starken
kapitalgedeckten Altersvorsorge kombiniert werden sollte, um ein
ausgewogenes Rentensystem zu erreichen, in dem die Risiken
bestmöglich gestreut werden. Littich: "Künftig wird ein Pensionist
sein Alterseinkommen aus unterschiedlichen Quellen beziehen." Damit
entsteht schon frühzeitig die Herausforderung, den gesamten Mix der
Vorsorgequellen zu planen und zu gestalten. "Wir stehen als
Finanzdienstleister in der Verantwortung, diese Kundenanforderungen
schnell zu identifizieren und neben dem reinen Kapitalmanagement auch
ganzheitliche Beratungskonzepte und Betreuung anzubieten", so Littich
abschließend.

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news

- Foto: Dr. Wolfram Littich ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
- Allianz Demographic Pulse als PDF

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: http://www.allianz.at

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