- 17.01.2011, 15:38:34
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VP-Strobl nimmt nach 20 Jahren Abschied vom Stadtschulrat
Wien (OTS) - In seiner Abschiedsrede betonte der nunmehr ehemalige
Vizepräsident des Stadtschulrates Walter Strobl, dass er auf sehr
erfolgreiche 20 Jahre im Wiener Stadtschulrat als Kollegiumsmitglied
bzw. als Vizepräsident des Stadtschulrates zurückblicken könne. Die
Kunst bestehe darin, das Amt des Vizepräsidenten - obwohl in der
Bundesverfassung als reines Kontrollorgan definiert - so zu
gestalten, dass man selbst Initiative ergreife. Als gelungen
bezeichnete Strobl seine Vorstöße in Fragen des
Objektivierungsverfahrens, die Gründung der Sir Karl Popper-Schule
gemeinsam mit Andreas Salcher und die Gestaltung der Schulentwicklung
bei den Schulversuchsmodellen der Kooperativen Mittelschule (KMS) und
der zuletzt gemeinsam mit SPÖ und ÖVP in Wien umgesetzten
Schulversuchs der "Wiener Mittelschule".
Aber auch außerpolitische Aktivitäten seien heute aus der
Bildungslandschaft Wiens nicht mehr wegzudenken, wie z.B. die von der
WBS (Wiener Gesellschaft für Bildungspolitik und Schulmanagement),
deren Präsident Strobl ist, geschaffenen Auszeichnung von maximal 10
"Teacher of the year" - für besondere Leistungen, die über die
normale Unterrichtstätigkeit hinausgehen. "Es geht dabei darum, einem
wichtigen Berufsstand jenen Platz in der Öffentlichkeit zuzuweisen,
der ihnen gebührt. Ich möchte dem Berufsstand des Lehrers die Würde
und den Respekt, der ihm zusteht, wieder zurückgeben", betont Strobl.
"Als ich vor 20 Jahren angetreten bin, habe ich gesagt, die Funktion
des Vizepräsidenten muss aufgewertet oder ersatzlos abgeschafft
werden. Hier betrachte ich mich als gescheitert", so Strobl. Bis
heute habe sich an der Grundverfassung der Schulverwaltung leider
nichts geändert. Strobl verlangt ein Ende der Blockade der Vernunft
und fordert vor allem die Landeshauptleute der Bundesländer auf, sich
zu bewegen und Reformen zuzulassen. Es gehe um eine moderne
mittelbare Bundesverwaltung auf Landesebene. Der Bund gäbe die
einheitlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen vor und die Länder haben
diese in eigenen Ausführungsgesetzen umzusetzen. Die politische
Verantwortung und Kontrolle könnte somit sowohl im Nationalrat als
auch auf Landesebene in den Landtagen erfolgen. Ähnlich wie in
Vorarlberg sollte dabei ein Landesrat (im Auftrag des
Landeshauptmannes) dafür zuständig sein. Damit würden sich die sinn-
und zahnlosen Kollegiumssitzungen aufhören. Die politische Diskussion
fände im Landtag statt und dort sei auch ein entsprechender Beirat
einzurichten, damit alle Interessevertretungen (Lehrer, Eltern,
Schüler, Kammern, Kirchen etc.) mitwirken können.
Rückfragehinweis:
Hofrat Prof. Walter Strobl
[email protected]
01/4000-81916
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