- 17.01.2011, 12:34:10
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Nuntius lobt Einsatz Wiens für die Religionsfreiheit
Erzbischof Zurbriggen würdigt beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten die "konsequente Friedenspolitik" Österreichs in Europa und in der Welt
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Wien (OTS) - Wien, 17.01.11 (PEW) Den Einsatz Österreichs für die
Religionsfreiheit hat der Apostolische Nuntius in Wien, Erzbischof
Peter Stephan Zurbriggen, am Montag beim Neujahrsempfang von
Bundespräsident Heinz Fischer gewürdigt. Wörtlich sagte der Nuntius,
der zugleich auch Doyen des Diplomatischen Corps ist: "Wir
registrieren mit Dankbarkeit die höchst lobenswerte Initiative zum
Schutz der Religionsfreiheit sowie religiöser Minderheiten".
Besonders erwähnte Zurbriggen auch die Anregung von Außenminister
Michael Spindelegger, "dass auch der neue Europäische Auswärtige
Dienst die Situation der Religionsfreiheit weltweit beobachtet,
regelmäßig Bericht erstattet und diesen Bericht den EU-Außenministern
vorlegt". Die Tatsache, dass für Österreich der Einsatz für
Menschenrechte eine moralische und rechtliche Verpflichtung
darstellt, qualifiziere die Politik dieses - so der Nuntius wörtlich
- "wunderbaren Landes" mit seiner reichen christlich-humanistischen
Tradition und Geschichte im Herzen Europas. Die internationale
Diplomatie danke Österreich für seine "konsequente Friedenspolitik in
Europa und in der Welt". In diesem Zusammenhang nannte der Nuntius
auch die Interventionen von Bundespräsident Fischer beim "Security
Council Summit" in New York und beim OSZE-Gipfel in Astana, in denen
Demokratie, Menschenrechte (darunter die Religionsfreiheit) und
Rechtsstaatlichkeit als Grundvoraussetzung für Frieden, Sicherheit,
Entwicklung und Wohlstand bezeichnet wurden.
Erzbischof Zurbriggen erinnerte daran, dass es heute "in
erschreckendem Ausmaß" Akte der Verfolgung und Diskriminierung sowie
"schreckliche Gewalttaten" auf Grund religiöser Intoleranz gebe. All
dies störe und gefährde den Frieden, "den die Menschen ersehnen".
Daher habe Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum diesjährigen
Weltfriedenstag zu Recht hervorgehoben, dass "die in der Würde des
Menschen selbst verankerte Religionsfreiheit ein Weg für den Frieden
ist". Der Nuntius zitierte aus der Botschaft zum Weltfriedenstag:
"Die Achtung wesentlicher Elemente der Menschenwürde wie das Recht
auf Leben und das Recht auf Religionsfreiheit ist eine Bedingung für
die moralische Legitimität jeder gesellschaftlichen und rechtlichen
Vorschrift".
Zugleich verwies der Doyen des Diplomatischen Corps darauf, dass im
Mitfühlen der weltweiten Öffentlichkeit bei Naturkatastrophen und
anderen Unglücken die "Dynamik der Menschheitsfamilie" sichtbar wird,
"in der Gleichgültigkeit keinen Platz hat und niemals haben darf".
Als Beispiele nannte Erzbischof Zurbriggen das katastrophale Erdbeben
in Haiti vor einem Jahr sowie das Grubenunglück in Chile und die
eindrucksvolle Rettung der Bergleute. (ende)
Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
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