SJ Beer: PISA Detailergebnisse sind alarmierend!

An gemeinsamer Schule führt kein Weg mehr vorbei

Wien (OTS) - Gestern, am Donnerstag, den 13. Jänner, lud die Arbeiterkammer (AK) NÖ zu der Veranstaltung "PISA 2009 - was ist jetzt zu tun?" nach Mödling in die Jakob-Thoma-Mittelschule. Als Grundlage für eine Diskussion schilderte DDr. Günter Haider vom Bildungsforschungsinstitut die Detailergebnisse der 2009 abgehaltenen PISA Studie. Für den Landesvorsitzenden der Sozialistischen Jugend (SJ) Niederösterreich, Andreas Beer, sind die präsentierten Zahlen "alarmierend".

Die Studie zeigt: Im direkten Vergleich mit dem mehrfachen PISA-Sieger Finnland schneidet das heimische Bildungssystem schlecht ab. Zur Spitzengruppe zählen in Finnland 29% der SchülerInnen, hierzulande sind es 16%. 12% der finnischen SchülerInnen befinden sich im Risikobereich, während es in Österreich 34% sind. "Wer angesichts dieser Zahlen noch immer gegen eine flächendeckende Gesamt- und Ganztagsschule auftritt, verleugnet schlichtweg die Realität! Wir können es uns nicht leisten, ein Drittel der Jugendlichen schlecht ausgebildet sich selbst zu überlassen. Das ist grob Fahrlässig!", meint Beer. "Die Ergebnisse der PISA Studie zeigen außerdem ganz klar, dass das österreichische Bildungssystem Leistung nicht gerecht benotet", so Beer weiter, denn: "Die Erfolgschancen der Kinder hängen stark von ihrer sozialen Herkunft ab, frei nach dem Motto: Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung."

Der SJ-Landesvorsitzende sieht abschließend dringenden Handlungsbedarf: "Ich appeliere an die Vernunft aller Parteien in einem Schulterschluss nun rasch Reformen anzupacken. Wir brauchen mehr Frühförderung und müssen die Chancen der Kinder und Jugendlichen von ihrer Herkunft abkoppeln. Die Leistung der SchülerInnen darf nicht länger vom privaten Einsatz der Eltern abhängen, sondern muss ausschließlich Produkt eines neuen Bildungssystems sein!"

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