- 14.01.2011, 10:49:44
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ÖAMTC: Im Vorjahr sind die Autokosten explodiert
Auch 2011 stehen Österreichs Kraftfahrer wieder im Zentrum der Belastungsspirale
Wien (OTS) - "Wenig Überraschendes bietet der
Verbraucherpreisindex (VPI) 2010", kommentiert
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober die heute
veröffentlichten Zahlen. "Einmal mehr sind die Kraftstoffe die
Preistreiber schlechthin. Sie waren für rund ein Drittel der Teuerung
verantwortlich." Für Österreichs Autofahrer heißt das: Eine
Tankfüllung (60 Liter) mit Diesel, die ÖAMTC-Berechnungen zur Folge
2009 durchschnittlich rund 60 Euro kostete, machte 2010 rund 68 Euro
aus. Bei Benzin kam eine Tankfüllung 2009 noch auf rund 64 Euro, 2010
bereits auf rund 73 Euro.
Besonders dramatisch stellt sich diese Entwicklung für Menschen
dar, die auf ihr Auto angewiesen sind. Der aktuelle Pkw-Index zeigt,
dass die Kosten für einen privaten Pkw (Kraftstoffkosten,
Fahrzeugpreise, Versicherung, Mautgebühren, Kosten für Reparaturen
etc.) in den vergangenen fünf Jahren um rund zehn Prozent gestiegen
sind. Alleine von 2009 auf 2010 verteuerte sich der Betrieb privater
Pkw um vier Prozent. Löhne und Gehälter sind im selben Zeitraum
hingegen nur um 1,4 Prozent angewachsen. "Bei so manchem Pendler
fließt mittlerweile schon ein Viertel des Nettoeinkommens in den
Tank", kritisiert der ÖAMTC-Experte.
Die Kosten für den privaten Pkw bewegten sich 2010 auf konstant
hohem Niveau. Eine Ausnahme war lediglich das erste Quartal im
Vorjahr. "Ohne diese weniger teueren Monate wäre das Jahr 2010
überhaupt zum teuersten Jahr für Autofahrer geworden", hält der
ÖAMTC-Experte fest. Die durchschnittlichen Kosten für den privaten
Pkw-Verkehr lagen schließlich nur geringfügig unter jenen des Jahres
2008. Die extremen Kosten im Jahr 2008 lassen sich vor allem auf das
teure Tanken in den Sommermonaten zurückführen.
Auch für 2011 gibt es keine Anzeichen, dass ein Ende der
Belastungswelle in Sicht ist. "Ganz im Gegenteil", empört sich
Grasslober. "Bereits zu Jahresbeginn führte die Erhöhung der
Mineralölsteuer zu neuen Rekordpreisen." Durchschnittliche
Spritpreis-Steigerungen um 8 Cent im Vergleich zum Dezember 2010 oder
sogar um 24 Cent im Vergleich zum Jänner 2010 lassen Österreichs
Autofahrer an den Zapfsäulen regelrecht verzweifeln. "Alleine durch
die Spritpreis-Erhöhung im Jänner 2011 wird Autofahren
voraussichtlich um rund 1,6 Prozent teurer sein, als noch im Dezember
2010", rechnet der ÖAMTC-Experte vor. Auch der VPI wird aller
Voraussicht nach durch die sich ständig hinaufschraubende
Spritpreisspirale im Vergleich zum Dezember 2010 um rund 0,2 Prozent
ansteigen. Im Jahresvergleich (Jänner 2010 - Jänner 2011) werden die
teureren Spritpreise das allgemeine Preisniveau um geschätzte 0,7
Prozent steigern. "Wobei Teuerungen von Waren aufgrund gestiegener
Transport- und Produktionskosten in dieser ÖAMTC-Berechnung noch gar
nicht berücksichtigt worden sind", sagt Grasslober abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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