ÖAMTC: Im Vorjahr sind die Autokosten explodiert

Auch 2011 stehen Österreichs Kraftfahrer wieder im Zentrum der Belastungsspirale

Wien (OTS) - "Wenig Überraschendes bietet der
Verbraucherpreisindex (VPI) 2010", kommentiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober die heute veröffentlichten Zahlen. "Einmal mehr sind die Kraftstoffe die Preistreiber schlechthin. Sie waren für rund ein Drittel der Teuerung verantwortlich." Für Österreichs Autofahrer heißt das: Eine Tankfüllung (60 Liter) mit Diesel, die ÖAMTC-Berechnungen zur Folge 2009 durchschnittlich rund 60 Euro kostete, machte 2010 rund 68 Euro aus. Bei Benzin kam eine Tankfüllung 2009 noch auf rund 64 Euro, 2010 bereits auf rund 73 Euro.

Besonders dramatisch stellt sich diese Entwicklung für Menschen dar, die auf ihr Auto angewiesen sind. Der aktuelle Pkw-Index zeigt, dass die Kosten für einen privaten Pkw (Kraftstoffkosten, Fahrzeugpreise, Versicherung, Mautgebühren, Kosten für Reparaturen etc.) in den vergangenen fünf Jahren um rund zehn Prozent gestiegen sind. Alleine von 2009 auf 2010 verteuerte sich der Betrieb privater Pkw um vier Prozent. Löhne und Gehälter sind im selben Zeitraum hingegen nur um 1,4 Prozent angewachsen. "Bei so manchem Pendler fließt mittlerweile schon ein Viertel des Nettoeinkommens in den Tank", kritisiert der ÖAMTC-Experte.

Die Kosten für den privaten Pkw bewegten sich 2010 auf konstant hohem Niveau. Eine Ausnahme war lediglich das erste Quartal im Vorjahr. "Ohne diese weniger teueren Monate wäre das Jahr 2010 überhaupt zum teuersten Jahr für Autofahrer geworden", hält der ÖAMTC-Experte fest. Die durchschnittlichen Kosten für den privaten Pkw-Verkehr lagen schließlich nur geringfügig unter jenen des Jahres 2008. Die extremen Kosten im Jahr 2008 lassen sich vor allem auf das teure Tanken in den Sommermonaten zurückführen.

Auch für 2011 gibt es keine Anzeichen, dass ein Ende der Belastungswelle in Sicht ist. "Ganz im Gegenteil", empört sich Grasslober. "Bereits zu Jahresbeginn führte die Erhöhung der Mineralölsteuer zu neuen Rekordpreisen." Durchschnittliche Spritpreis-Steigerungen um 8 Cent im Vergleich zum Dezember 2010 oder sogar um 24 Cent im Vergleich zum Jänner 2010 lassen Österreichs Autofahrer an den Zapfsäulen regelrecht verzweifeln. "Alleine durch die Spritpreis-Erhöhung im Jänner 2011 wird Autofahren voraussichtlich um rund 1,6 Prozent teurer sein, als noch im Dezember 2010", rechnet der ÖAMTC-Experte vor. Auch der VPI wird aller Voraussicht nach durch die sich ständig hinaufschraubende Spritpreisspirale im Vergleich zum Dezember 2010 um rund 0,2 Prozent ansteigen. Im Jahresvergleich (Jänner 2010 - Jänner 2011) werden die teureren Spritpreise das allgemeine Preisniveau um geschätzte 0,7 Prozent steigern. "Wobei Teuerungen von Waren aufgrund gestiegener Transport- und Produktionskosten in dieser ÖAMTC-Berechnung noch gar nicht berücksichtigt worden sind", sagt Grasslober abschließend.

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