Kunsthistorisches Museum: Erweiterung der Ausstellungsräume in der Sammlung alter Musikinstrumente (Neue Burg)

Wien (OTS) - Die Dauerausstellung der Sammlung alter Musikinstrumente (SAM) erstreckt sich auf einer Fläche von rund 1.600 m2 über 12 Säle in der Neuen Burg. Die 630 ausgestellten Objekte vermitteln den Besuchern einen ausführlichen Eindruck über die Musikpraxis von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert.

Nun wurde die bestehende Ausstellung durch die Adaptierung des Marmorsaal-Vorraums erweitert, wo weitere 55 Objekte präsentiert werden. Räumlich bildet der Vorraum eine Verbindung vom Jagdplateau zum Marmorsaal und wird von allen Ausstellungsbesuchern durchquert. Inhaltlich kommt er nach der Neueinrichtung den Ansprüchen moderner Museumsbesuchern entgegen, indem er hervorragende Möglichkeiten bietet, sich mit Hilfe interaktiver Terminals in die Thematik der Ausstellung zusätzlich zu vertiefen. Außerdem werden musikhistorische und organologische Basisinformationen geboten, die von den Besuchern ihrem Wissenstand entsprechend abgerufen werden können - eine perfekte Ergänzung zu den bereits bisher sehr beliebten Audio-Guides.

Darüber hinaus stehen in einem abgeschirmten Raum spielbare Kopien alter Instrumente zur Verfügung, die zum Musizieren einladen. In zwei großen Vitrinen und einer stilisierten Werkstatt mit Originalobjekten aus der historischen Werkstatt von Uhlmann und der Werkstatt der ehemaligen Bösendorfer-Fabrik erhalten die Besucher einen lebendigen Eindruck über den Instrumentenbau. Technologische Aspekte zur Entwicklung der Mechaniken von Tasteninstrumenten werden anhand von Modellen begreiflich gemacht. Eine Zone, in die sich die Besucher zum Zweck der Kommunikation, des ruhigen Verweilens oder des Schmökerns in aktuellen (im Shop erhältlichen) Publikationen zurückziehen können, rundet das Angebot ab.

Mit der Neueinrichtung dieses Ausstellungsbereichs wurde in der SAM ein Informations- und Kommunikationsforum geschaffen, das mit seinen interaktiven neuen Medien und der "Hands-On Zone" vor allem den Erwartungen jüngerer Besuchern entgegenkommt und neue museumspädagogische Aspekte einbringt. Der Marmorsaal-Vorraum entspricht somit auch der Forderung der Kulturpolitik nach "mehr Vermittlung" - ohne jedoch in die seit 1993 bestehende, vom Fachpublikum und der Fachpresse vielfach gelobte historische Ausstellung gravierend einzugreifen.

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