- 13.01.2011, 14:50:24
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Metabolomische Biomarkerforschung zur Diabetes-Früherkennung
Internationales Expertengespräch über Status quo, Benefits und Chancen von Metabolomics in Ernährungswissenschaften, Diabetologie und Endokrinologie
Wien (OTS) - Metabolomische Biomarkerforschung bezeichnet ein
junges Forschungsfeld, das sowohl in der Medizin als auch in der
Ernährungswissenschaft große Hoffnung für die Früherkennung von
genetisch bedingten Krankheiten birgt. Erstmalig zu diesem Thema
findet heute in Wien ein Round Table Gespräch mit hochrangigen
internationalen Experten statt, die über den Status quo sowie der
Zukunft der Metabolomics im Bereich Diabetologie und Ernährung
diskutieren. Das Tiroler Biotech-Unternehmen Biocrates unterstützt
diese Wissenschaften mit wertvollen Forschungsergebnissen und
Produkten und setzt damit wichtige Meilensteine in der
Diabetes-Früherkennung und der Personalisierten Medizin.
Das junge Forschungsfeld der "Metabolomics"
Der Begriff "Metabolom" bezeichnet die Gesamtheit der
Stoffwechselprodukte eines Organismus, wobei das Metabolom die
Ansammlung von Metaboliten darstellt. Das Metabolom fasst alle
charakteristischen Stoffwechsel-Eigenschaften einer Zelle bzw. eines
Gewebes zusammen.
Metabolomics ermöglicht es, ein medizinisches Profil für jedes
Individuum zu erstellen, und kann so z.B. vorhersagen, wie hoch das
individuelle Risiko ist, eine bestimmte Krankheit zu erleiden, oder
wie der Körper auf ein bestimmtes Medikament reagieren wird.
"Untersuchungen des Metaboloms können wichtige Informationen über
Erkrankungen wie Krebs, des Nervensystems, Asthma oder Diabetes"
liefern, so Univ.-Prof. Dr. Jerzy Adamski vom Helmholtz Zentrum
München. Durch den Bereich der Metabolomics können
Risikoabschätzungen für den Ausbruch von Erkrankungen sowie neue
diagnostische Verfahren und Therapien entwickelt werden. Durch die
Analyse der Wechselwirkungen zwischen dem Genom (Information über die
Gesamtheit der Gene), dem Metabolom und Umweltfaktoren können laut
Adamski präventive gesundheitsrelevante Maßnahmen abgeleitet werden.
Metabolomics und Diabetes
Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu
einer Erhöhung der Blutzuckerwerte führt. Diese Art des Diabetes
wurde früher auch "nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus" oder
"Altersdiabetes" genannt. In den letzten Jahren findet sich Diabetes
mellitus Typ 2 aber auch immer öfter bei jüngeren Personen und sogar
bei Jugendlichen.
"Diabetes ist eine der größten Herausforderung für die
Gesundheitssysteme westlicher Gesellschaften", erläutert Univ.-Prof.
Dr. Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin und
Vorsitzender dieses internationalen Experten Round Tables,
"wissenschaftliche Fortschritte in diesem Bereich helfen nicht nur
persönliches Leid zu lindern, sondern können auch zu einer
wirtschaftlichen Genesung unseres Gesundheitssystems einen
maßgeblichen Beitrag leisten."
Eine unsachgemäße Blutzuckereinstellung und Behandlung kann zu
Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Wichtigster Risikofaktor für
die Entstehung von Diabetes ist, neben der genetischen Veranlagung,
Übergewicht (vor allem ein erhöhter Bauchumfang), sowie ein hoher
Blutdruck (Hypertonie) und erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin). Diese
Ansammlung von Risikofaktoren wird als Metabolisches Syndrom
bezeichnet. Der junge Forschungszweig der Metabolomics bietet bereits
erste Ansätze für die präventive Früherkennung eines Diabetes-Risikos
noch vor Ausbruch der Krankheit. Univ.-Prof. Dr. Michael Roden, vom
Deutschen Diabetes Zentrum Düsseldorf merkt an, "Es ist an der Zeit,
neue Forschungsrichtungen wie die der Metabolomik weiter
voranzutreiben und zu optimieren. Vor allem sollten Biomarker zur
frühzeitigen Aufklärung der Entstehung und Entwicklung von
Krankheiten mit allen daran beteiligten Faktoren rasch entwickelt
werden."
Was bedeutet Metabolomics für die Personalisierte Medizin?
Zahlreiche Medikamente reagieren bei vielen Menschen
unterschiedlich. Aus diesem Grund sollten Medikamente maßgeschneidert
werden, da eine Größe nicht für alle passt.
Jede Zelle unseres Körpers enthält einen individuellen genetischen
Code, der dem Körper erklärt, welche Proteine, z.B. Enzyme, er
herstellen soll. Diese Enzyme helfen den Medikamenten, ihre Wirkung
zu entfalten und entscheiden somit darüber, wie der Körper darauf
reagiert. Medikamente der Zukunft könnten intelligente Mechanismen
enthalten, die direkt an der richtigen Stelle und auf dem richtigen
Wege helfen. Das Risiko von Nebenwirkungen kann somit reduziert und
Medikamente könnten insgesamt sicherer gemacht werden.
Metabolomics in der Personalisierten Medizin bietet darüber hinaus
den Vorteil der besseren Diagnose und der Prognose des weiteren
Krankheitsverlaufs. Eine Krankheit kann somit frühzeitig erkannt und
diagnostiziert werden, noch bevor der Patient unter Symptomen leidet.
Dies wäre ein weiterer Meilenstein in der Präventivmedizin.
Metabolomics in der Ernährungsforschung
Über den Zusammenhang von Ernährung und Metabolomics führt
Univ.-Prof. Dr. Hannelore Daniel von der Technischen Universität
München aus: "Unsere Ernährung spielt bei nahezu allen
lebensstilbedingten Erkrankungen (u.a. Diabetes Typ 2,
kardiovaskuläre und Tumor-Erkrankungen) eine prominente Rolle." Laut
Daniel können Metabolom-Analysen des Blutes, z.B. nach der
Nahrungsaufnahme, individuelle Unterschiede in der Verwertung der
Nahrung aufzeigen. Sie sieht im Bereich der Metabolomics eine große
Chance, frühzeitig ernährungsbedingte Krankheitsrisiken zu erkennen.
Technologien und Tools der Biomarkerforschung
Mit Hilfe der Molekulardiagnostik und ihrer neuen Technologien
(wie Genomics, Proteomics, Transcriptomics und Metabolomics) wird es
zukünftig gelingen, noch mehr über die verschiedenen Ausprägungen
einer Krankheit und entsprechend differierenden
Behandlungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Patienten
herauszufinden.
Mag. Elgar Schnegg MBA, CEO der BIOCRATES Life Sciences AG,
betont: Wir sind stolz, als österreichisches Unternehmen in diesem
international und wissenschaftlich hochaktuellen Gebiet bereits heute
klare Produkte für die Forschung anbieten zu können, wie zum Beispiel
den MetaDisIDQTM Kit, der in der Erforschung von Diabetes zum Einsatz
kommen soll. Schon sehr bald werden wir diese Pipeline um Produkte im
Bereich der klinischen Diagnostik erweitern können."
Über BIOCRATES Life Sciences AG
Im Jahr 2003 in Innsbruck gegründet, konzentriert BIOCRATES seine
Forschungsaktivitäten auf das jüngste Mitglied des '-omics'-Quartetts
der Systembiologie - der als Metabolomics bezeichneten Erforschung
der niedermolekularen Metaboliten biologischer Organismen. Ein
Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt des Unternehmens ist die
Identifizierung und Validierung aussagekräftiger Biomarkergruppen,
die dazu beitragen, Krankheitsrisiken zu erkennen, Erkrankungen zu
diagnostizieren, den Schweregrad von Erkrankungen zu bestimmen und
die Therapie auf die Bedürfnisse einzelner Patienten abzustimmen. Auf
diesem Know-how aufbauend befinden sich derzeit schon einige
Forschungsprodukte auf dem Markt (wie der Forschungskit
MetaDisIDQ(TM) Kit für das metabolische Syndrom) bzw. weitere
Produkte in Entwicklung, die auch im Bereich der klinischen
Diagnostik zum Einsatz kommen sollen (wie der Steroidhormonkit
SteroIDQ(R) Kit).
Weitere interessante Informationen finden Sie unter
www.biocrates.com.
Die vollständige Pressemappe finden Sie ab dem 13.01.2011 unter
http://www.publichealth.at/p-53863.html. Pressefotos unter:
http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=3351.
Rückfragehinweis:
Michael Leitner, Public Health PR
Tel.: +43/1/602 05 30-92, e-mail: [email protected]
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