FPÖ-Lausch: Forderung nach Homo-Ehe im Gefängnis ist Skandal

Wien (OTS) - Die Forderung eines Ex-Häftlings mit einem anderen Inhaftierten die "Homo-Ehe" einzugehen, bezeichnet FP NAbg. Christian Lausch als skandalös. "Unsere Gefängnisse müssen der Resozialisierung dienen, nicht der Partnersuche", so der FPÖ Abgeordnete.

Nachdem ein Inhaftierter mit einem anderen Ex-Häftling die gleichgeschlechtliche Ehe eingehen will, warnt FP NAbg. Christian Lausch vor einem heiklen Präzedenzfall für den Justizvollzug. "Es ist zu befürchten, dass somit jeglichem Missbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Ich vermute hinter der ganzen Aktion den Versuch, eine Hintertür aufzuschlagen. Der nächste Schritt könnte der Versuch sein, etwa aufgrund der eingetragenen Partnerschaft eine vorzeitige bedingte Entlassung oder ähnliches zu fordern." so Lausch.

Laut blauem Abgeordneten wäre der entlassene Häftling wahrscheinlich gar nicht dazu in der Lage, dem Inhaftierten ein soziales Umfeld bieten zu können. Die entlassen Häftlinge sollten sich eher um die eigene Wiedereingliederung in ein soziales Umfeld bemühen. Während Bewährungshilfevereine wie etwa der Verein "Neustart" immer mehr Steuergeld verschlingen, wäre es nahezu grotesk zu glauben, dass diese Arbeit nun ein gleichgeschlechtlicher Ex-Häftling übernehmen könnte.

"Aus dieser offiziellen Partnerschaft könnten sich viele Vorteile für Häftlinge im Strafvollzug ergeben. Ich warne davor, dass man solchen Aktionen eine Möglichkeit bietet." so Lausch.

Nachdem Häftlinge anscheinend jedoch keine anderen Gedanken haben als Ihre Mithäftlinge zu heiraten, befürchtet Lausch Fehler im ÖVP Justizressort. "Der ersten Schritte waren "Luxushäfen" und "Kuschelzelle". Soll der nächste Schritt ein Standesamt für Massentrauungen innerhalb der Gefängnisse sein? Der Strafvollzug, der pro Häftling immerhin rund Euro 36.000,- pro Jahr kostet, darf nicht zum Vergnügen der Inhaftierten dienen. Der Strafvollzug muss einzig und allein zur Resozialisierung der Straftäter führen. Solchem Missbrauch und Aktionen ist klar ein Riegel vorzuschieben!" so Lausch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0012