Maul- und Klauenseuche in Bulgarien

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert - alle Vorkehrungen getroffen

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission wurde von den Behörden Bulgariens über das Vorkommen von Maul- und Klauenseuche (MKS) informiert und hat diese Information umgehend an die Mitgliedstaaten weiter geleitet. Betroffen ist die Region Burgas.

Aus der Provinz Burgas wurden in letzter Zeit keine lebenden Tiere oder Produkte von Schweinen in andere Mitgliedstaaten verbracht.

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine sehr leicht übertragbare Infektionskrankheit; den letzten Seuchenzug gab es in Österreich 1976, letzte vereinzelte Fälle 1981. Erkranken können Klauentiere (Rind, Schwein, Schaf, Ziege usw.). Für den Menschen und Nichtsäuger ist das Virus ungefährlich.

Der Erreger ist ein sehr widerstandsfähiges Virus, das von erkrankten Tieren mit Speichel, Milch und Blasenmaterial ausgeschieden wird. Eine Gefahr der Einschleppung des Erregers besteht vor allem bei Tier- und Fleischimporten.

Meist erkrankt ein Großteil des empfänglichen Tierbestandes (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen). 2 - 7 Tage nach der Ansteckung kommt es zu Krankheitserscheinungen. Kennzeichen sind 1 - 2 Tage Fieber, Blasenbildung (Maulschleimhaut, Zunge, Zitzen und im Klauenbereich), Hin- und Hertreten, Lahmheiten, häufiges Liegen, Schmatzen und Speicheln. Schweine und Schafe erkranken überwiegend an den Klauen, MKS ist bei Ziegen unscheinbar. Selten gibt es Todesfälle (bei Jungtieren häufiger).

Die Veterinärbehörden Bulgariens haben bereits Maßnahmen gemäß der Richtlinie 2003/85/EG vom 29. September 2003 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der MKS getroffen, die von der Europäischen Kommission in Form der Entscheidung 2011/8/EU bestätigt wurden.

Um Reisende auf die Gefahr der Erregereinschleppung aufmerksam zu machen, hat das Bundesministerium für Gesundheit veranlasst, dass an den Flughäfen Informationsplakate aufgehängt werden und entsprechende Informationsfolder auch für Zugreisende in mehreren Sprachen verteilt werden.

Folgende Maßnahmen sind in dieser Entscheidung geregelt:

  • Definition einer Hochrisikozone (Region Burgas) und einer weiteren Zone mit niedrigem Risiko (angrenzende Regionen)
  • Ein Verbringen von lebenden Tieren zwischen diesen Zonen und aus diesen Zonen ist verboten
  • Produkte von empfänglichen Tieren (Rinder, Schafen, Ziegen und Schweinen) dürfen aus der Hochrisikozone nicht ausgebracht werden

Davon betroffen sind Fleisch und Fleischprodukte, Milch und Milchprodukte, Samen, Eizellen und Embryonen, Leder und Häute und andere Produkte (z.B. Jagdtrophäen, Borsten, Wolle, Tierfutter usw.)

Das Bundesministerium für Gesundheit hat bereits die betroffenen Wirtschaftskreise über Sperren und Maßnahmen informiert.

Auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit (www.bmg.gv.at) sind weitere Informationen für Tierbesitzer und Tierärzte abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Gesundheit
Fabian Fußeis, Pressesprecher
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Tel.: +43/1/71100-4505 , Fax: +43/1/71100-14304
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