Grassers Hypo-Investment: 88jährige als "wirtschaftlich Berechtigte"

Für das Konto der Ferint AG war neben Schwiegermutter noch Pensionistin berechtigt

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe neue Unterlagen über das aufklärungswürdige Investment Karl-Heinz Grassers in Sachen Hypo Alpe Adria.

NEWS hatte bereits im Frühjahr 2010 aufgedeckt, dass der Hypo-Investor Tilo Berlin an Grassers Vertrauten Walter Meischberger eine Email schicken ließ, aus der hervorging, dass Grasser (damals noch Finanzminister) einen Genussschein zum Investment bei der Hypo über 500.000 Euro zeichnen soll.

Dieses Investment wurde tatsächlich getätigt, gezeichnet wurde der Genussschein jedoch von einem Bankmitarbeiter. Bezahlt wurden die 500.000 Euro von einem Konto der schweizerischen Ferint AG bei der Meinl Bank. Am 7. August 2008 wurden auf das Konto der Ferint AG 763.626,90 Euro zurückgeführt. Das Investment war somit hochprofitabel.

Jetzt stellt sich heraus: Als wirtschaftlich Berechtigter dieses Kontos scheinen zwei Frauen auf: Grassers Schwiegermutter Marina Giori Lhota und eine bisher weitgehend unbekannte Irma Tonta.

Nun stellt sich heraus: Bei der wirtschaftlich Berechtigten Irma Tonta handelt es sich um die 88jährige (!) Mutter eines mit Grasser befreundeten Managers.

Die Staatsanwaltschaft beurteilt den Fall wie folgt: "Es besteht der Verdacht, dass der Hypo-Genussschein über 500.000 Euro trotz des angeführten Treuhandverhältnisses zu Marina Giori Lhota und Irma Tonta tatsächlich für Mag. Grasser gezeichnet und auch der Gewinn von diesem lukriert wurde."

Für Karl-Heinz Grasser gilt die Unschuldsvermutung.

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