- 12.01.2011, 11:16:23
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Neu: Apotheken-Notruf 1455
24-Stunden Auskunftsservice in ganz Österreich
Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2011 bieten die Apotheken in
Österreich eine neue Notruf-Nummer an. Unter der Kurznummer 1455
erhält jeder Anrufer rasch und unbürokratisch Auskunft über die
nächstgelegene dienstbereite Apotheke, auf Wunsch sogar mit
Wegbeschreibung.
Der Apotheken-Notruf 1455 ist rund um die Uhr, 24 Stunden, 365
Tage lang erreichbar. Blinde und sehbehinderte Menschen haben dadurch
einen neuen Zugang zu Arzneimittelinformationen. Sie erhalten über
den Apotheken-Notruf kompetente Antworten auf pharmazeutische Fragen
direkt von der Apothekerin, dem Apotheker.
Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt die Kurznummer,
die von der Österreichischen Apothekerkammer betrieben wird. "Ich bin
sehr froh, dass sich die Apotheker bereit erklärt haben, dieses
Auskunftsservice anzubieten. Dadurch kann die Arzneimittelinformation
für Blinde und Sehbehinderte verbessert werden", sagt
Gesundheitsminister Alois Stöger.
600 Anrufe in zehn Tagen
Der Apotheken-Notruf startete planmäßig am 1. Jänner 2011. Bereits
nach wenigen Tagen zeigt sich, dass das neue Angebot von der
Bevölkerung gut angenommen wird. Allein in den ersten zehn Tagen
gingen 600 Anrufe unter der Kurznummer 1455 ein. "Der
Apotheken-Notruf ist ein wichtiges neues Service. Unsere Kunden
erfahren telefonisch, welche Apotheke Dienst versieht und wie man die
Apotheke am schnellsten erreicht", erläutert Mag. pharm. Heinrich
Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.
Häufige Fragen
Die häufigsten Fragen der Anrufer beziehen sich auf die Auskunft
über die nächste dienstbereite Apotheke. Drei Viertel aller Anrufer,
also rund 75 Prozent, erkundigen sich nach einer "offenen Apotheke"
in ihrer Nähe. Blinde und sehbehinderte Menschen wollen telefonisch
vor allem auch Auskunft über Arzneimittel. Dabei werden die Anrufer
direkt in die Pharmazeutische Abteilung der Österreichischen
Apothekerkammer verbunden, wo sie professionell von erfahrenen
Pharmazeuten informiert werden. In der Nacht und an Wochenenden
übernehmen dienstbereite Apotheken den Auskunftsdienst für Blinde und
Sehbehinderte.
"Ein Teil der 318.000 Österreicher mit dauerhafter
Sehbeeinträchtigung kann die Beipacktexte von Arzneimitteln nicht
oder nur schwer lesen. Für diese Personengruppe ist der neue
Apotheken-Notruf eine wichtige Möglichkeit, sich fachkundig über
Dosierung, Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten zu
informieren. Unser Dank gilt dem Gesundheitsministerium und vor allem
der Apothekerkammer für die engagierte Umsetzung des Notrufs," so
Mag. Gerhard Höllerer, Präsident des Österreichischen Blinden- und
Sehbehindertenverbandes.
Nachtdienst in der Apotheke
Jede Apotheke in Österreich hat durchschnittlich 50 Stunden pro
Woche geöffnet. In dieser Zeit werden österreichweit täglich
hunderttausende Kundinnen und Kunden beraten. Doch ein Notfall tritt
leider immer wieder auch in der Nacht oder an Wochenenden ein. In
Österreich versehen jede Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen
rund 330 Apotheken Bereitschaftsdienst. Die insgesamt 1.280 Apotheken
wechseln sich dabei ab, so dass jede Apotheke mehrmals im Monat auch
in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen Bereitschaftsdienst
versieht.
In der aktuellen Grippezeit werden an einem Wochenende bis zu
zweihundert Kunden von einer dienstbereiten Apotheke versorgt. In
besonders dünn besiedelten Gebieten müssen die wenigen Apotheken vor
Ort mitunter jede Nacht erreichbar sein. Diese gesetzlich geregelte
Serviceleistung wird nicht wie die Spitäler- und Ärztenotdienste von
der öffentlichen Hand bezahlt, sondern vom Apothekenbetrieb über den
eigenen Umsatz finanziert.
Wien: Zustellung von Arzneimitteln im Notfall
Immer mehr Apotheken bieten im Notfall auch eine Zustellung von
Arzneimitteln bis ans Krankenbett an. Dieses Service wird vor allem
regional eingesetzt und von den Kunden sehr geschätzt. In Wien
besteht ein organisierter Zustelldienst für Notfälle. Wer zu Hause im
Bett liegt und dringend ein Medikament braucht, kann dieses bei der
nächsten dienstbereiten Apotheke in Wien bestellen. Rezeptfreie
Präparate werden direkt vom Botendienst zugestellt. Falls der Patient
ein Rezept vom Arzt zu Hause hat, kommt der Botendienst zuerst nach
Hause, holt das Rezept ab, bringt es in die Apotheke und stellt dann
das Medikament dem Patienten zu. Die Zustellung kostet pauschal
innerhalb des gesamten Wiener Gemeindegebietes 7 Euro. Die Differenz
zum Normaltarif wird von der Apothekerkammer bezahlt.
Apotheken auf einen Blick
Die öffentlichen Apotheken spielen in Österreich eine wichtige
Rolle als Gesundheitsnahversorger. Die Beratung und Versorgung der
Bevölkerung mit Arzneimitteln ist das zentrale Anliegen der
Arzneimittelfachleute. In den 1.280 Apotheken in Österreich beraten
5.400 Apothekerinnen und Apotheker die Bevölkerung. Die
Apothekenleistung in Österreich ist europaweit beispielgebend.
Rückfragehinweis:
Österreichische Apothekerkammer Presse und Kommunikation Mag. Gudrun Reisinger und Mag. Jutta Pint Tel. 404 14-DW 600/DW 601 Mail: [email protected] Mail: [email protected] Bundesministerium für Gesundheit Mag. Thomas Kvicala und Mag. Fabian Fußeis Tel.: +43/1/71100-4505 Mail: [email protected] Mail: [email protected]
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