EINLADUNG zur Vernissage an der der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich: ALOIS MOSBACHER "Warte hier auf mich!"

Linz (OTS) - vor ort

Im Herbst 2009 startete die Pädagogische Hochschule Oberösterreich ein neues Ausstellungsprojekt mit dem Titel "vor ort". Dafür wurde an der Hochschule ein spezieller Ort im Foyer definiert. Die ersten beiden Ausstellungen waren Hans Kupelwieser und Suse Krawagna gewidmet.

Von Jänner bis Anfang April 2011 präsentiert die Pädagogische Hochschule Arbeiten des Künstlers Alois Mosbacher.

Kuratiert wird die Ausstellungsreihe von Reinhold Rebhandl.

Die neue Ausstellungsreihe ist als Zeichen für die Akzentuierung des kulturellen Profils der Hochschule zu sehen, das Konzept zielt auf eine zeitgemäße Positionierung der Institution im Kunstfeld. Der künstlerische Input von außen fördert die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst an der Hochschule, wodurch sich synergetische Effekte in Bezug auf die Aus- und Fortbildung von LehrerInnen ergeben. Die Präsentation aktueller Kunst öffnet somit die Hochschule nach außen, fördert aber durch die Einbeziehung in Seminare und Lehrveranstaltungen auch die Auseinandersetzung mit Kunst innerhalb der Hochschule.

Alois Mosbacher

Zu Beginn der 80er Jahre, als die sogenannten "Neuen Wilden" die Kunstszene prägten, war Alois Mosbacher in vorderster Linie dabei. Zusammen mit Siegfried Anzinger, Alfred Klinkan, Erwin Bohatsch und Hubert Schmalix bildete er die erste Generation neoexpressionistischer Maler in Österreich. Der kraftvolle pastose Farbauftrag, die harten Konturen und die kontrastreichen Farben wurden mittlerweile von einer subtileren Malerei abgelöst, die sowohl realistische und expressive als auch impressionistische Elemente aufweist. In seinen zum Teil kolorierten Zeichnungen ist der Realismus am stärksten ausgeprägt, durch den Wechsel der Dichte, durch Aussparungen und den Einbau von Worten und Texten verleiht Mosbacher auch diesen Arbeiten eine gewisse Leichtigkeit und Ambivalenz - sie sind jedoch nicht leicht zu entschlüsseln.

Schon seine frühen Gemälde sind vielfach von der Natur geprägt, neben Menschen finden sich sehr oft Tiere und Bäume in den Bildern, die deren narrativen Charakter unterstreichen und die koloristischen und malerischen Problemstellungen um eine "Erzählung" erweitern. Auch die aktuellen Arbeiten sind von dieser Thematik geprägt, die Motive dafür stammen aber aus den verschiedensten Quellen, auch das World Wide Web hat sich zu einer bevorzugten Quelle für seine Bildmotive entwickelt. Mosbacher erarbeitet seine Bilder verstärkt durch das Zusammenfügen verschiedener Bildmotive.

Warte hier auf mich! - Zur aktuellen Ausstellung an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich

Die aktuelle Präsentation an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich umfasst drei Arbeiten aus einem Zyklus, der 2008 entstanden ist.

In großen fein strukturierten Kohlezeichnungen verknüpft Mosbacher Natur (Bäume, Wald, ...) mit menschlicher Zivilisation. Obwohl in den Bildern temporär abwesend, ist das Eindringen der Menschen in die Natur sichtbar. Sie haben Relikte wie Autos, Hütten, Möbelstücke und Bildschirme zurückgelassen. Die Zettel mit verschiedenen Aufforderungen (Warte hier auf mich!, Nicht länger allein bleiben!, Neue Anweisungen!) legen eine Wiederkehr von Personen nahe. Oder richtet sich die Botschaft an die BetrachterInnen - sollen die Handlungsanweisungen außerhalb des Bildes realisiert werden?

In den Bildern geschieht nichts, trotzdem gibt es aber eine gewisse Erwartungshaltung. In einem Interview mit Hans Ulrich Obrist drückt Alois Mosbacher dies so aus: "Es geht um diese Stimmung, dass etwas geschehen kann und muss. Und dass es interessant wäre, sich vorzustellen, dass auch auf dem Bild etwas geschehen kann oder auf dem nächsten Bild".

Was bleibt ist jedenfalls das Geheimnis, das seine Bilder umgibt -zurückgelassene Gegenstände, abgestellte Autos, im magritteschen Sinne fliegende Hütten, sie alle tragen nichts zur Lösung bei, das Kommende bleibt im Dunkeln, wird ausschließlich durch die Imagination der BetrachterInnen bestimmt.
"What Do Pictures Want?" fragt W.J.T Mitchell im Titel eines seiner Bücher.
"Nicht länger allein bleiben" könnte hier die doppelbödige Antwort lauten.

Biografie

1954 geboren in Strallegg (Steiermark)
Lebt und arbeitet in Wien

Einzelausstellungen (Auswahl)

2010 Neue Galerie Graz / 2009 Galerie Krethlow, Bern / 2008 Galerie Altnöder, Salzburg / 2006 Kunsthaus Muerz, Mürzzuschlag / 2005 Städtische Galerie, Nordhorn / Galerie Krinzinger, Wien / St. Georg Galerie, Istanbul / 2004 Sezession, Wien. Alle Ausstellungen im

Details finden Sie unter:
http://www.aloismosbacher.at/html/biographie.html

EINLADUNG zur Vernissage an der der Pädagogischen Hochschule
Oberösterreich: ALOIS MOSBACHER "Warte hier auf mich!"


Ausstellungsdauer: 19. 01. bis 15. 04. 2011

Eröffnung durch Rektorin DDr. Ulrike Greiner

Zu den Arbeiten spricht Reinhold Rebhandl

Alois Mosbacher ist vor Ort

Datum: 18.1.2011, um 17:30 Uhr

Ort:
Pädagogische Hochschule Oberösterreich / Foyer (im
Anschluss Imbiss)
Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz

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