Grünewald kritisiert unterentwickelte Transparenz und Qualitätskontrollen im Gesundheitswesen

Vielfach mangelt es an Daten und Fakten, die qualitätsgesichert und bundeseinheitlich vergleichbar erhoben werden

Wien (OTS) - "Behandlungsschäden wie die Entwicklung von gefährlichen und Antibiotika-resistenten Krankenhauskeimen sind als Problem seit Jahren bekannt. Vorschläge und Expertisen zur Risikoreduktion liegen ebenso seit Jahren vor", reagiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, angesichts aktueller Medienberichte über vermeidbare Infektionen und Behandlungsschäden in Krankenhäusern und erklärt: "Vielfach mangelt es an Daten und Fakten, die qualitätsgesichert und bundeseinheitlich vergleichbar erhoben werden. Andererseits werden Daten zurückgehalten und stehen wissenschaftlichen Auswertungen nicht zur Verfügung. Dass sich hier schleunigst etwas ändern muss liegt somit auf dem Tisch".

Grünewald fordert, dass stationäre Einrichtungen des Gesundheitswesens zu einer einheitlichen Datenerhebung verpflichtet werden, die zumindest den verantwortlichen ExpertInnen wie auch den ZahlerInnen im Gesundheitssystem offen stehen muss. "Erst kürzlich hat eine Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Intensivmedizin die Sterberaten an Intensivstationen bei bestimmten Krankheitsbildern verglichen und beträchtliche und schwer akzeptable Unterschiede aufgezeigt. Dass von einigen Bundesländern hier sogar Daten verweigert wurden, sollte in Zukunft nicht mehr möglich sein", meint Grünewald und erinnert aber auch daran, dass die Notwendigkeit einer stationären Behandlung selektiver beurteilt und Alternativen aufgezeigt werden müssen.
Auch PatientInnenentschädigungen bei Behandlungsschäden sollten durch eine verschuldensunabhängige Medizinhaftung endlich im Sinne der PatientInnen und BehandlerInnen umgesetzt werden. "Es genügt nicht, wenn die selbe Problematik immer wieder in den Medien dargestellt wird. Ich fordere die GesundheitspolitikerInnen wie die LeistungsanbieterInnen auf, hier endlich sichtbare Signale zu setzen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Folgen dieser Versorgungsmängel beträchtliche Mehrkosten verursachen".

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