- 11.01.2011, 12:14:30
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Grünewald kritisiert unterentwickelte Transparenz und Qualitätskontrollen im Gesundheitswesen
Vielfach mangelt es an Daten und Fakten, die qualitätsgesichert und bundeseinheitlich vergleichbar erhoben werden
Wien (OTS) - "Behandlungsschäden wie die Entwicklung von
gefährlichen und Antibiotika-resistenten Krankenhauskeimen sind als
Problem seit Jahren bekannt. Vorschläge und Expertisen zur
Risikoreduktion liegen ebenso seit Jahren vor", reagiert der
Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, angesichts aktueller
Medienberichte über vermeidbare Infektionen und Behandlungsschäden
in Krankenhäusern und erklärt: "Vielfach mangelt es an Daten und
Fakten, die qualitätsgesichert und bundeseinheitlich vergleichbar
erhoben werden. Andererseits werden Daten zurückgehalten und stehen
wissenschaftlichen Auswertungen nicht zur Verfügung. Dass sich hier
schleunigst etwas ändern muss liegt somit auf dem Tisch".
Grünewald fordert, dass stationäre Einrichtungen des
Gesundheitswesens zu einer einheitlichen Datenerhebung verpflichtet
werden, die zumindest den verantwortlichen ExpertInnen wie auch den
ZahlerInnen im Gesundheitssystem offen stehen muss. "Erst kürzlich
hat eine Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Intensivmedizin die
Sterberaten an Intensivstationen bei bestimmten Krankheitsbildern
verglichen und beträchtliche und schwer akzeptable Unterschiede
aufgezeigt. Dass von einigen Bundesländern hier sogar Daten
verweigert wurden, sollte in Zukunft nicht mehr möglich sein", meint
Grünewald und erinnert aber auch daran, dass die Notwendigkeit einer
stationären Behandlung selektiver beurteilt und Alternativen
aufgezeigt werden müssen.
Auch PatientInnenentschädigungen bei Behandlungsschäden sollten durch
eine verschuldensunabhängige Medizinhaftung endlich im Sinne der
PatientInnen und BehandlerInnen umgesetzt werden. "Es genügt nicht,
wenn die selbe Problematik immer wieder in den Medien dargestellt
wird. Ich fordere die GesundheitspolitikerInnen wie die
LeistungsanbieterInnen auf, hier endlich sichtbare Signale zu setzen,
nicht zuletzt auch deshalb, weil die Folgen dieser Versorgungsmängel
beträchtliche Mehrkosten verursachen".
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at
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