Konvertierter Bischof: "Das anglikanische Experiment ist gescheitert"

Ehemaliger Bischof von Fulham, John Broadhurst äußert sich in "Kathpress"-Gespräch über "Implosion" der Church of England, Frauenpriestertum und Zukunft der Ökumene

London, 07.01.11 (KAP) "Das anglikanische Experiment ist gescheitert - die anglikanische Gemeinschaft zerfällt zusehends": So lautet die Bilanz des ehemaligen anglikanischen Bischofs von Fulham, John Broadhurst, nach seiner Konversion von der anglikanischen zur katholischen Kirche. Die anglikanische Gemeinschaft sei heute zerstrittener denn je, die Debatten um die Priesterweihe von Frauen sowie die Weihe von bekennend homosexuellen Priestern habe die Kirche in eine Krise geführt, von der sie sich nicht wieder erholen werde, zeigte sich Broadhurst im Gespräch mit "Kathpress" überzeugt. Die Zahl der Übertrittswilligen steige stetig. Auf der anderen Seite würde die Church of England auch intern von mehr und mehr Skandalen heimgesucht.

Broadhurst war am Neujahrstag gemeinsam mit zwei anderen Bischöfen zum Katholizismus konvertiert. Derzeit bereitet er die Errichtung des ersten, durch die päpstliche Konstitution "Anglicanorum coetibus" ermöglichten "Personalordinariats" vor. Dies ermöglicht es übertrittswilligen Anglikanern, unter Wahrung ihrer eigenen Traditionen zum Katholizismus zu konvertieren und ihrem Glauben in einer eigenen Rechtsform Ausdruck zu geben.

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