APA-OTS Politikanalyse: Fritz Neugebauer strebt Klage gegen Sparpaket an

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (31. Dezember bis 06. Jänner 2011) belegt der Zweite Präsident des Nationalrats, Fritz Neugebauer, Platz eins. Der Landeshauptmann von Oberösterreich, Josef Pühringer, folgt auf Rang zwei, Bundeskanzler Werner Faymann belegt den dritten Platz.

Der zweite Präsident des Nationalrats und Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, (Neueinstieg auf Rang eins, 617 Nennungen) kündigt eine Verfassungsklage gegen das Sparpaket der Bundesregierung an. Konkret hält er die Anhebung des Antrittsalters für die Hackler-Pension auf 62 Jahre und die Erhöhung der Abschläge für die Korridor-Pension bei den Beamten für verfassungswidrig. Sehr unzufrieden zeigt sich der zweite Nationalratspräsident auch mit der Ankündigung von Bundeskanzler Werner Faymann (Rang drei, 174 Nennungen) 2013 eine weitere Steuerreform im Ausmaß von drei Milliarden Euro durchführen zu wollen. Wenn Faymann diese Ankündigung vor der Budgetdebatte im Nationalrat gemacht hätte, dann wäre diese Debatte im Parlament möglicherweise ganz anders verlaufen, meint Neugebauer.
Die Klagsdrohung beschert Neugebauer Kritik aus der eigenen Partei. Der Oberösterreichische Landeshauptmann und derzeitige Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Josef Pühringer (Rang zwei, 220 Nennungen) fordert seinen Parteikollegen auf, seinen Standpunkt noch einmal zu überdenken.

Die Ankündigungen Neugebauers rütteln auch an der Autorität seines Parteichefs Vizekanzler Josef Pröll (Rang vier, 173 Nennungen), der als Finanzminister federführend an der Erstellung des Budgets beteiligt war. Pröll zieht es vor, derzeit keinen Kommentar zur Klagsdrohung abzugeben.

Verteidigungsminister Norbert Darabos (Rang fünf, 123 Nennungen) will kommende Woche seine Modelle für die Neuausrichtung des Bundesheeres vorlegen. Darunter fällt auch das von seiner Partei bevorzugte Modell für ein reines Berufsheer.

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Heinz Fischer, Bundespräsident (Rang sechs, 113 Nennungen); Wilfried Haslauer, ÖVP (Rang zehn, 78 Nennungen); Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ (Rang zwölf, 69 Nennungen); Josef Martinz, ÖVP (Rang 13, 63 Nennungen); Hans Niessl, SPÖ (Rang 16, 55 Nennungen); Herbert Sausgruber, ÖVP (Rang 17, 53 Nennungen); Fritz Dinkhauser, Liste Fritz (Rang 20, 46 Nennungen); Josef Cap, SPÖ und Karlheinz Kopf, ÖVP (jeweils Rang 23, 41 Nennungen); Peter Pilz, Grüne (Rang 27, 37 Nennungen); Christoph Leitl, WKÖ (Rang 28, 36 Nennungen).

In dieser Woche ist die ÖVP mit 13 und die SPÖ mit acht Politikerinnen und Politikern in der Wertung präsent. Die FPÖ stellt zwei Akteure, die FPK, das BZÖ und die Grünen stellen je einen Vertreter. Außerdem unter den Top-30: Bundespräsident Heinz Fischer, die parteifreie Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, der Obmann der Liste Fritz Fritz Dinkhauser sowie der Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.

MediaWatch-Report Politik

Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag. Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Hannes Vorhofer
Geschäftsführer
Tel.: +43 512 588 959-0
mediawatch@apa.at
http://www.apa-mediawatch.at

APA - Austria Presse Agentur
Barbara Rauchwarter
Unternehmenssprecherin
Leiterin Marketing & Kommunikation
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: barbara.rauchwarter@apa.at
http://www.apa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0002