Staikos: Solidarität mit allen Leidenden, insbesondere den koptischen Opfern

Wiener orthodoxer Metropolit leitete Große Wasserweihe am Donaukanal - "Orthodoxe Christen lieben diese Stadt"

Wien (OTS) - =

Wien, 06.01.11 (PEW) Die Solidarität mit allen
leidenden Menschen, "aus gegebenem Anlass" insbesondere mit den koptischen Opfern in Ägypten, hat der Wiener orthodoxe Metropolit Michael Staikos am Donnerstag bei der Großen Wasserweihe am Donaukanal bei der Wiener Schwedenbrücke betont. Leiden und Tod eines jeden Menschen bedeuteten eine Verletzung des Bildes Gottes, "weil jeder Mensch, unabhängig von Sprache, Volks- oder Religionszugehörigkeit, ein Abbild Gottes ist", betonte Staikos. Zugleich unterstrich der Metropolit den Geist "der Versöhnung, der Toleranz, des Dialogs und des Friedens unter allen Menschen guten Willens".

Die orthodoxe Kirche feiere am 6. Jänner das Fest der "Erscheinung des Herrn" (Epiphanie), wie sie beim Ereignis der Taufe Jesu im Jordan sichtbar wurde, sagte Staikos. Zur Erinnerung daran finde die Große Wasserweihe statt - "als Zeichen des Glaubens, dass durch die Erscheinung Gottes auf Erden nicht nur der Mensch, sondern die gesamte Schöpfung verklärt wird und alles neu geworden ist". Die orthodoxen Christen in Wien möchten mit der Wasserweihe am Donaukanal diesen Glauben liturgisch "außerhalb der Kirchenmauern" zum Ausdruck bringen. Zugleich gehe es den Orthodoxen darum, öffentlich zu bekunden, dass sie "dieses Land und diese Stadt, die ihnen zur zweiten Heimat geworden sind, so sehr lieben, dass sie Gottes Gnade für alle Menschen erbitten wollen, die hier leben".

Christus habe menschliche Gestalt angenommen und sich im Jordan taufen lassen, um bei den Menschen zu sein und ihnen den Weg des Heils aufzuzeigen, betonte der Metropolit und fügte hinzu: "Gott fordert uns auf, ihm zu folgen. Es liegt an uns, die Stimme des Herrn aus den lebensspendenden Wassern des Jordanflusses zu hören".

An der Feier am Donaukanal nahmen zahlreiche griechische, bulgarische und rumänische orthodoxe Gläubige teil, aber auch viele Katholiken. Auch der griechische Botschafter in Österreich, Panagiotis Zografos, war anwesend. (ende)

Rückfragen & Kontakt:

Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
E-Mail: media@edw.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EDW0002