Strasser fordert EU-Strategie zum Schutz der Religionsfreiheit

Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgruppe der Welt – Europa muss handeln

Brüssel, 06. Jänner 2011 (ÖVP-PD) "Die jüngsten Anschläge auf Christen in Ägypten und Nigeria mit vielen Todesopfern und Verletzten machen eines deutlich: So wie es für die Europäische Union zu ihren Gründungsprinzipien gehört, die Menschenrechte zu achten und Minderheiten zu schützen, so muss es auch eine Selbstverständlichkeit sein, gegen Menschrechtsverletzungen und religiöse Verfolgung außerhalb Europas aufzutreten. Wir brauchen jetzt eine EU-Strategie zur Förderung und zum Schutz der Religionsfreiheit in Drittstaaten“, sagt ÖVP-Delegationsleiter Dr. Ernst Strasser anlässlich des koptischen Weihnachtsfests. ****

„Die Hohe Vertreterin Catherine Ashton und der Auswärtige Dienst sind hier gefordert in notwendiger Klarheit gegen religiösen Fanatismus aufzutreten und das Menschenrecht Religionsfreiheit auch außerhalb der Union zu verteidigen.“ In diesem Zusammenhang erinnert Strasser daran, dass 75 Prozent aller Todesopfer religiös motivierter Gewalt weltweit Christen seien. „Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgruppe der Welt.“

"Die Stärkung der Religionsfreiheit muss nicht nur zu einem integralen Bestandteil der EU-Außenpolitik werden. Auch der Unterausschuss für Menschenrechte im Europäischen Parlament muss handeln und sich intensiver mit dem Thema beschäftigen", fordert Strasser. „Ich werde deshalb die Hohe Vertreterin Catherine Ashton in regelmäßigen Abständen auffordern, einen Fortschrittsbericht über die Durchsetzung der Religionsfreiheit vorzulegen.“

Aus den schrecklichen Ereignissen müsse auch das EU-Parlament entsprechende Konsequenzen ziehen. „Als Vizevorsitzender der Maghreb-Delegation und Mitglied des Außenpolitischen Ausschuss im Parlament werde ich mich dafür einsetzen, dass dieses Thema während der nächsten Plenarsitzung in Straßburg auf die Tagesordnung kommt", so Strasser abschließend.

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