Franz Hörl: Ein klares Ziel statt Wadelbeißerei

Setzen wir uns an einen Tisch - Hörl ruft zu Besonnenheit auf und lädt zu Verhandlungen ein!

Wien (TP/OTS) - Die Diskussion um den Ausstieg der
Wirtschaftskammer Österreich aus der Österreich-Werbung ist für den ÖVP-Tourismussprecher im Nationalrat, Franz Hörl, selber Wirt und Fachverbandsobmann der österreichischen Seilbahnwirtschaft symptomatisch für ein typisch österreichisches Problem. Franz Hörl:
"Nicht eine möglichst hohe Anzahl von Organisationen und Personen, die sich in Stellung bringen möchten, gibt den Ausschlag für Erfolg oder Misserfolg der österreichischen Tourismuswerbung. Wir können lange darüber streiten, ob es in der Tourismuswerbung ein "Bissl" mehr Indien oder doch besser China oder Europa sein soll. Bei überzeugender Tourismuswerbung geht es um den Gast und nicht um interne Bauchpinselei oder gar um Hahnenkämpfe. Tourismuswerbung ist nicht dafür da, den eigenen politischen Einfluss in der Heimat zu stärken! Hier hat die Petra Stolba immer wieder sehr viel Rückgrat bewiesen und sich dem Wohle der Bewerbung Österreichs verschrieben."

Aus der Not eine Tugend machen

Franz Hörl sieht die Lösung darin, aus der durch den Austritt der WKÖ neu entstandenen Not eine Tugend zu machen: " Ich bitte die Beteiligten, ihre verschiedenen Ansätze und Wünsche jetzt klar auf den Tisch zu legen und gemeinsam an einem Tisch bei Minister Mitterlehner einen konstruktiven Weg für die Zukunft des österreichischen Tourismuswerbung zu ebenen. Dieses Maß an Professionalität wird von uns erwartet.

Ich spreche dabei von der Österreich Werbung, der Wirtschaftskammer Österreich aber auch von den einzelnen Länder-Tourismusorganisationen - von Wien bis Vorarlberg. Neu dazugenommen sollten die Leitregionen in Westösterreich werden, deren Werbetats Bundesländerniveau erreicht haben. Jetzt geht es darum, gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die angekündigten Maßnahmen müssen dazu genützt werden, eine konstruktive Diskussion in Gang zu setzen und einen tragfähigen Konsens zu finden, welche Eckpunkte der zukünftigen Tourismuswerbung wichtig und sinnvoll sind. Einfach die Mitgliedschaft zu kündigen und sich zu verabschieden ist ein für niemand zufrieden stellender Weg. Wie wir auch aus der Kündigung der Landestourismusorganisationen vor ca. 10 Jahren lernen mussten. Der Anlassfall muss als Chance genützt werden, um bei einem runden Tisch Klartext zu reden und für die Ausrichtung der internationalen und auch nationalen Tourismuswerbung das neue Jahr mit Schwung und Elan anzugehen."

Werbung, Präsenz und Auftritt muss möglichst gebündelt werden

Das wichtigste Signal nach außen ist, dass es eine überzeugende und einheitliche Tourismuswerbung gibt. Wo sie situiert wird, ist zweitrangig und muss umgehend intern zwischen den Akteuren Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer, den Landestourismusorganisationen, den Leitregionen im Westen und der Österreich Werbung geklärt werden. Selbstverständlich muss auch Platz für weltweit einzigartige Tourismusdestinationen wie Wien oder die Stadt Salzburg sein.

Neue Entwicklungen nicht verschlafen

Internationaler Tourismus und Tourismuswerbung ist einer rasanten Entwicklung unterworfen. Hier braucht es flexible, wache und vor allem auch kreative Einheiten und Organisationen, die Märkte nicht nur beobachten, sondern auch laufend neue Angebote schaffen können.

"Die österreichischen Betriebe haben durch Fleiß und Einsatz das wett gemacht, was an Reibungsverlusten auf regionaler und nationaler Ebene zu verzeichnen war", so Hörl.

Rückfragen & Kontakt:

NR Franz Hörl
Tel: +43 676 6135216
E-mail: franz.hoerl@gaspingerhof.at

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