• 03.01.2011, 15:41:08
  • /
  • OTS0132 OTW0132

Pharmaindustrie erfüllt ihren Versorgungsauftrag

Kritik an Pharmaindustrie entbehrt jeglicher Grundlage

Wien (OTS) - "Es ist inakzeptabel, die Pharmaindustrie zu
beschuldigen, in Österreich künstliche Engpässe bei der Versorgung
mit Medikamenten zu erzeugen", hält Jan Oliver Huber, Generalsekretär
der Pharmig, in Richtung der freiheitlichen Gesundheitssprecherin
fest.

Eine Verknappung der eigenen Produkte durch die Pharmaindustrie in
Österreich ist wirtschaftlicher Unsinn und rechtlich nicht gedeckt.
Schon heute besteht die gesetzliche Verpflichtung für alle
Beteiligten in der Arzneimittelvertriebskette - also Pharmaindustrie,
pharmazeutischer Großhandel und Apotheken - die Versorgung der
Patienten in Österreich mit Arzneimitteln sicherzustellen.

Die Pharmazeutische Industrie kommt ihrer Verantwortung nach, indem
sie dem pharmazeutischen Großhandel und somit den Apotheken und
Hausapotheken die Medikamente in ausreichender Menge zur Verfügung
stellt. Nach der Belieferung durch die Pharmaindustrie übernimmt der
pharmazeutischen Großhandel samt Apotheken die Verantwortung, dass
die Arzneimittel in ausreichender Menge an die Patienten in
Österreich abgegeben werden.

Sollte sich tatsächlich eine Verknappung bei einzelnen Medikamenten
ergeben, so muss man sich in sehr transparenter Art und Weise die
Frage stellen, wohin die von der Pharmaindustrie ausgelieferten
Arzneimittel verbracht worden sind. Die Pharmazeutische Industrie hat
jedenfalls kein Interesse an einer Nicht-Belieferung, riskiert sie
doch damit eine Streichung aus dem Erstattungskodex (bundesweit
einzig gültige Positivliste der von den Krankenkassen bezahlten
Medikamente).

Es ist eine rufschädigende Unterstellung, dass es zu Absprachen der
Pharmaindustrie zu Lasten der Patienten kommen soll. "Dieser
unsachliche Vorwurf entbehrt jeglicher Grundlage und wirtschaftlicher
Logik. Eine solch unreflektierte Aussage ist wohl nur unter dem
Schutzmantel parlamentarischer Immunität möglich", bemerkt Huber.

Verwundert zeigt sich Huber auch über die weiteren Behauptungen der
Gesundheitssprecherin in ihrer Presseaussendung vom 30. Dezember
2010: "Fakt ist, dass die Pharmaindustrie in Österreich kein Wachstum
zu verzeichnen hat und die Arzneimittelpreise pro Packung rückläufig
sind."

Was die Impfkampagnen für die Bevölkerung betrifft, so dürfen diese
nur von Österreichischen Gebietskörperschaften organisiert und
durchgeführt werden und dienen der Öffentlichen Gesundheit. Der
freiheitlichen Gesundheitssprecherin dürfte aber entgangen sein, dass
Österreich im Vergleich zu anderen Europäischen Staaten bei der
Durchimpfungsrate weit nachhinkt.

"Bevor die derzeitige Gesundheitssprecherin der FPÖ einem
verantwortungsvollen Partner im Gesundheitswesen 'unsaubere Methoden'
vorwirft, sollte sie sich über die Hintergründe und Faktenlage besser
informieren, um einen konstruktiven Beitrag leisten zu können. Das
sollte man sich von einer Gesundheitssprecherin erwarten können",
stellt Huber abschließend fest.

Rückfragehinweis:
Pharmig Kommunikation
Tel.: 01/40 60 290
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PHA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel