- 03.01.2011, 13:42:56
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BayernLB / Formel 1: Spur der Millionen führt nach Österreich
Geld landete bei Salzburger Stiftung, die an Büroadresse von Walter Meischbergers Anwalt residiert
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am
Mittwoch erscheinenden Ausgabe über Ermittlungen der
Staatsanwaltschaft München im Zusammenhang mit einer Zahlung von 50
Millionen US-Dollar an die Stiftung des früheren BayernLB-Managers
Gerhard Gribkowsky.
Die Süddeutsche Zeitung hat heute enthüllt, dass der ehemalige
Risiko-Vorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, während seiner
Amtszeit heimlich 50 Millionen US-Dollar aus Mauritius und der
Karibik erhalten und bei der österreichischen Privatstiftung
"Sonnenschein" angelegt habe. Die Staatsanwaltschaft München
untersuche nun, ob das Geld aus kriminellen Geschäften stamme, die
mit der Formel-1 zu tun haben könnten. Der Leiter der
Staatsanwaltschaft München, Manfred Nötzel, hat dies mittlerweile
bestätigt.
Gribkowsky wurde im Februar 2010 im Zusammenhang mit dem Fall Hypo
Alpe Adria von der Staatsanwaltschaft München als Beschuldigter
einvernommen und hat dabei das Vermögen der von ihm gestifteten
Sonnenschein Privatstiftung nicht erwähnt. Laut NEWS vorliegender
Stiftungsurkunde ist Gribkowsky auch Begünstigter der Stiftung. Am
31. Dezember 2010 kam Gribkowsky in die Redaktion der "Süddeutschen
Zeitung", um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Begleitet wurde er
dabei vom österreichischen Anwalt und Steuerberater Gerald Toifl.
Wie NEWS nun berichtet residiert die "Sonnenschein Privatstiftung"
an der Salzburger Büroadresse von Gerald Toifl. Bei allen drei
österreichischen GmbHs, die der Stiftung gehören, ist Toifl
Geschäftsführer.
Toifl wird - wie die Staatsanwaltschaft Wien heute bestätigte - in
Österreich derzeit in der Causa Buwog als Beschuldigter geführt.
Toifl trat als Anwalt des langjährigen Grasser-Vertrauten Walter
Meischberger in Erscheinung, der bei der Buwog- Privatisierung
mehrere Millionen Euro Provisionen über Zypern und Liechtenstein
erhalten hatte.
In einem Polizeibericht zur Buwog-Affäre heißt es: "Rechtsanwalt
Gerald Toifl ist verdächtig, gemeinsam mit Ernst-Karl Plech und
Walter Meischberger zwischen dem 19. Oktober und dem 10. November
2009 eine inhaltlich falsche Immobilieninvestvereinbarung zwischen
Walter Meischberger und Ernst Plech, datiert mit 12. März 2006,
erstellt zu haben."
Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Rückfragehinweis:
NEWS
Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143
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