FPÖ: Kickl fordert härtere Strafen zur Bekämpfung der illegalen Ausländerbeschäftigung

Kontrollen müssen angesichts der alarmierenden Zahlen ausgeweitet werden - Mindestsicherung begünstigt Schwarzarbeit

Wien (OTS) - Als alarmierend bezeichnet FPÖ-Sozialsprecher NAbg. Herbert Kickl die heute präsentierten Zahlen zur illegalen Ausländerbeschäftigung. "Wenn mehr als 11.000 illegal beschäftigte Ausländer erwischt wurden und 16 Prozent der kontrollierten Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung angemeldet waren, dann muss man von organisierter Schwarzarbeit sprechen, die unseren Arbeitsmarkt als Ganzes massiv gefährdet" so Kickl.

Zwei Konsequenzen müssten daher aus diesen Erkenntnissen gezogen werden: "Erstens sind die Strafen für diese Vergehen offensichtlich viel zu niedrig, wenn ein erheblicher Anteil der Firmen immer noch der Meinung ist, Sozialbetrug würde sich lohnen. Zweitens müssen die Kontrollen verstärkt und ausgeweitet werden", fordert Kickl. Aus den Erfahrungen sei es zwar logisch, ein besonders strenges Auge auf die Bauwirtschaft und die Gastronomie zu werfen, allerdings gebe es sicherlich auch in vielen anderen Branchen schwarze Schafe, die sich durch die Kontrollpraxis in Sicherheit wiegen würden.

"Wenn Tausende illegale Ausländer sich im schwarzen Arbeitsmarkt tummeln, dann sind die Verlierer dieser Entwicklung die österreichischen Arbeitnehmer, die zunehmend mit Arbeitslosigkeit konfrontiert sind. Durch den Ablauf der Schutzfrist des heimischen Arbeitsmarkts am 1. Mai 2011 werden sie noch einmal zum Handkuss kommen", schildert Kickl und fordert einmal mehr, die Übergangsfristen zu verlängern, um zusätzliche Billig-Arbeitskräfte aus den neuen EU-Staaten fernzuhalten.

Einen weiteren Turbo für die Schwarzarbeit befürchtet Kickl auch durch die Mindestscherung: "Es ist leider zu erwarten, dass viele die Mindestsicherung als soziale Hängematte missverstehen werden und ihr so lukriertes Einkommen im Pfusch aufbessern wollen."

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