- 28.12.2010, 12:37:31
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12.275 in Salzburg von Rezeptgebühr befreit - Drastischer Anstieg durch Regelung zur Rezeptgebührendeckelung
Salzburg (OTS) - Rund 12.000 Personen sind in Salzburg von der
Rezeptgebühr befreit - der mit 83% größte Teil aufgrund der so
genannten "Rezeptgebührendeckelung" (REGO), einer sozialpolitischen
Maßnahme der Bundesregierung. Die REGO sieht vor, dass die
Rezeptgebühr nicht mehr anfällt, sobald 2% des Einkommens für
Medikamente aufgewendet werden müssen. Der Großteil der Betroffenen
sind Pensionisten, da im Alter mehr Medikamente verordnet werden. Im
Jahr 2010 waren bereits 10.265 Versicherte aufgrund der REGO
rezeptgebührenbefreit. Nur mehr 2.010 Betroffene fielen unter die
klassische Regelung zur Rezeptgebührenbefreiung aufgrund eines
geringen Einkommens. Durch die zusätzlichen
Rezeptgebührenbefreiuungen entgehen der SGKK rund 3 Mio Euro im Jahr
2010. "Wir unterstützen die soziale Intention, Menschen mit
Dauermedikation finanziell zu entlasten", erklärt Obmann Siegfried
Schluckner. "Für die Finanzierung dieser sozialpolitischen Maßnahme
ist aber der Bund zuständig und nicht die Krankenversicherung."
Rezeptgebühren in Salzburg
Die Rezeptgebühr fällt bei allen vom Arzt verordneten Medikamenten
als Selbstbehalt des Patienten an. Sie betrug im Jahr 2010 fünf Euro
und wird ab 1.1.2011 auf 5,10 Euro angehoben. Die Salzburger
Gebietskrankenkasse nimmt rund 15 Mio Euro jährlich aus
Rezeptgebühren ein.
Laut Gesetz sind Pensionisten mit Ausgleichszulagen von der
Rezeptgebühr befreit; zusätzlich können alle, deren Einkommen unter
einem bestimmten Grenzwert liegt, einen Antrag auf Befreiung stellen.
Im Jahr 2010 fielen rund 2.000 Salzburger unter diese Bestimmungen.
Seit 2008 sind zusätzlich jedes Jahr rund 10.000 Personen
rezeptgebühren-gedeckelt. Das bedeutet, dass keine Rezeptgebühr mehr
anfällt, wenn im Jahresdurchschnitt mindestens 2% des Einkommens für
Medikamente aufgewendet werden müssen.
Rezeptgebührenbefreiung in Salzburg
12.275 Menschen sind befreit, davon 59% Frauen. Etwas mehr als ein
Drittel stammt aus der Stadt Salzburg, 20 Prozent aus dem Flachgau,
zehn Prozent aus dem Tennengau und 30 Prozent aus dem Innergebirg.
Bei den rund 10.000 Versicherten, die unter die REGO fallen, sind
62% Frauen, da sie aufgrund ihrer geringeren Pensionen rascher die
Einkommensgrenze von 2% erreichen.
"Wir schätzen, dass wir seit Beginn der Regelung im Jahr 2008 rund
zehn Millionen Euro verloren haben", erklärt der Obmann der SGKK,
Siegfried Schluckner. "Wir würden uns wünschen, dass wir diese
sozialpolitische Ausgabe vom Bund ersetzt bekommen."
Rezeptgebühr: Informationen & Aktuelles
Die Rezeptgebühr steigt ab 1. Jänner 2011 auf 5,10 Euro an.
Per Gesetz befreit sind weiterhin alle Bezieher von
Ausgleichszulagen, alle Menschen mit übertragbaren Krankheiten und
alle Asylwerber sowie alle, die unter die Rezeptgebührendeckelung
fallen.
Zusätzlich kann ein Antrag auf Rezeptgebührenbefreiung bei der
SGKK gestellt werden sofern das Einkommen unter einem bestimmten
Richtwert liegt (2011: 793,11 Euro bei Alleinstehenden).
Detaillierte Informationen dazu gibt es im Servicezentrum Gesundheit
und den Außenstellen der SGKK sowie telefonisch unter 0662 8889-0
oder unter www.sgkk.at
Rückfragehinweis:
SGKK - Pressestelle
Mag. Elisabeth Wallner
Tel.: 0662 8889-1034
mailto:[email protected]
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