12.275 in Salzburg von Rezeptgebühr befreit - Drastischer Anstieg durch Regelung zur Rezeptgebührendeckelung

Salzburg (OTS) - Rund 12.000 Personen sind in Salzburg von der Rezeptgebühr befreit - der mit 83% größte Teil aufgrund der so genannten "Rezeptgebührendeckelung" (REGO), einer sozialpolitischen Maßnahme der Bundesregierung. Die REGO sieht vor, dass die Rezeptgebühr nicht mehr anfällt, sobald 2% des Einkommens für Medikamente aufgewendet werden müssen. Der Großteil der Betroffenen sind Pensionisten, da im Alter mehr Medikamente verordnet werden. Im Jahr 2010 waren bereits 10.265 Versicherte aufgrund der REGO rezeptgebührenbefreit. Nur mehr 2.010 Betroffene fielen unter die klassische Regelung zur Rezeptgebührenbefreiung aufgrund eines geringen Einkommens. Durch die zusätzlichen Rezeptgebührenbefreiuungen entgehen der SGKK rund 3 Mio Euro im Jahr 2010. "Wir unterstützen die soziale Intention, Menschen mit Dauermedikation finanziell zu entlasten", erklärt Obmann Siegfried Schluckner. "Für die Finanzierung dieser sozialpolitischen Maßnahme ist aber der Bund zuständig und nicht die Krankenversicherung."

Rezeptgebühren in Salzburg

Die Rezeptgebühr fällt bei allen vom Arzt verordneten Medikamenten als Selbstbehalt des Patienten an. Sie betrug im Jahr 2010 fünf Euro und wird ab 1.1.2011 auf 5,10 Euro angehoben. Die Salzburger Gebietskrankenkasse nimmt rund 15 Mio Euro jährlich aus Rezeptgebühren ein.

Laut Gesetz sind Pensionisten mit Ausgleichszulagen von der Rezeptgebühr befreit; zusätzlich können alle, deren Einkommen unter einem bestimmten Grenzwert liegt, einen Antrag auf Befreiung stellen. Im Jahr 2010 fielen rund 2.000 Salzburger unter diese Bestimmungen. Seit 2008 sind zusätzlich jedes Jahr rund 10.000 Personen rezeptgebühren-gedeckelt. Das bedeutet, dass keine Rezeptgebühr mehr anfällt, wenn im Jahresdurchschnitt mindestens 2% des Einkommens für Medikamente aufgewendet werden müssen.

Rezeptgebührenbefreiung in Salzburg

12.275 Menschen sind befreit, davon 59% Frauen. Etwas mehr als ein Drittel stammt aus der Stadt Salzburg, 20 Prozent aus dem Flachgau, zehn Prozent aus dem Tennengau und 30 Prozent aus dem Innergebirg.

Bei den rund 10.000 Versicherten, die unter die REGO fallen, sind 62% Frauen, da sie aufgrund ihrer geringeren Pensionen rascher die Einkommensgrenze von 2% erreichen.

"Wir schätzen, dass wir seit Beginn der Regelung im Jahr 2008 rund zehn Millionen Euro verloren haben", erklärt der Obmann der SGKK, Siegfried Schluckner. "Wir würden uns wünschen, dass wir diese sozialpolitische Ausgabe vom Bund ersetzt bekommen."

Rezeptgebühr: Informationen & Aktuelles

Die Rezeptgebühr steigt ab 1. Jänner 2011 auf 5,10 Euro an. Per Gesetz befreit sind weiterhin alle Bezieher von Ausgleichszulagen, alle Menschen mit übertragbaren Krankheiten und alle Asylwerber sowie alle, die unter die Rezeptgebührendeckelung fallen.

Zusätzlich kann ein Antrag auf Rezeptgebührenbefreiung bei der SGKK gestellt werden sofern das Einkommen unter einem bestimmten Richtwert liegt (2011: 793,11 Euro bei Alleinstehenden). Detaillierte Informationen dazu gibt es im Servicezentrum Gesundheit und den Außenstellen der SGKK sowie telefonisch unter 0662 8889-0 oder unter www.sgkk.at

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