Kardinal Schönborn bei "Licht ins Dunkel": "Die Wahrheit ist zumutbar"

Kirche stellte sich in der Missbrauchskrise "an die Seite der Opfer" - Hinweis auf das "Jahr des Ehrenamts"

Wien (OTS) - =

Wien, 24.12.10 (PEW) "Die Wahrheit ist zumutbar":
Dieses Wort der Dichterin Ingeborg Bachmann gelte für den kirchlichen wie für den staatlich-gesellschaftlichen Bereich, sagte Kardinal Christoph Schönborn am 24. Dezember in der ORF-Sendung "Licht ins Dunkel". Deshalb habe sich die Kirche in der Missbrauchskrise in erster Linie "an die Seite der Opfer" gestellt und nicht so sehr gefragt, wie es der Kirche als Institution damit geht. Die von Waltraud Klasnic geleitete unabhängige Kommission zur Untersuchung der Missbrauchsfälle habe "Maßstäbe gesetzt", erinnerte der Wiener Erzbischof. Auch einige Bundesländer hätten sich mittlerweile an der Klasnic-Kommission ein Vorbild genommen.

Der Mut zur Wahrheit sei aber auch notwendig im Hinblick auf die drängenden Fragen, wie das Budgetdefizit abgebaut werden soll, wie die Pensionen finanziert werden können. Diese Probleme müssten bald angegangen werden.

Kardinal Schönborn erinnerte daran, dass 2011 als "Europäisches Jahr des Ehrenamts" begangen wird. Es gebe wunderbare Menschen beim Roten Kreuz, den Freiwilligen Feuerwehren, den vielen kirchlichen Organisationen, die "nicht wegschauen", sondern sich tatkräftig einsetzen. (forts mgl)

Rückfragen & Kontakt:

Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
E-Mail: media@edw.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EDW0001