• 23.12.2010, 10:40:34
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Rückschlag für Entwicklungshilfe

Nächste Chance für die Entwicklungszusammenarbeit ist das Bundesfinanzrahmengesetz 2012-2015, das im Frühjahr 2011 beschlossen wird.

Wien (OTS) - Die Initiative 3000Kinderleben.at kritisiert die im
Parlament beschlossene Kürzung der Entwicklungshilfe mit ihren
dramatischen Auswirkungen für die ärmsten Menschen dieser Erde.
"Regierung und Nationalrat haben damit bewusst gegen internationale
Solidarität und Menschlichkeit gestimmt. Das ist eine Schande für
Österreich. Eines der reichsten Länder der Welt kommt wieder einmal
seinen zugesagten Verpflichtungen gegenüber den ärmsten Ländern der
Welt nicht nach und gefährdet dringend notwendige lebensrettende
Hilfsmaßnahmen", zeigt sich Erwin Eder, Geschäftsführer der
Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar und Mitinitiator von
3000Kinderleben.at enttäuscht von der mangelnden Mitmenschlichkeit
und dem fehlenden Mut der politisch Verantwortlichen. "Die Chance auf
ein Weihnachtswunder für die ärmsten Menschen der Welt hat die
Regierung leider vergeben. Erneut hat Österreich die Tür
zugeschlagen. Wir werden aber nicht locker lassen und die
international zugesagten finanziellen Mittel für die
Entwicklungszusammenarbeit weiter einfordern", so Eder.

Bereits im Jänner wollen die entwicklungspolitischen
Organisationen mit weiteren Vorschlägen zur Rettung der
Entwicklungszusammenarbeit an die Regierung herantreten. "Jetzt ist
die Politik gefordert, die Entwicklungshilfe zumindest mittelfristig
ausreichend zu dotieren und das im Bundesfinanzrahmengesetz 2012-2015
auch entsprechend festzuschreiben", fordert Christoph
Petrik-Schweifer von der Caritas Auslandshilfe namens der Initiative
3000Kinderleben.at. Denn die dramatischen Einschnitte im
Entwicklungshilfebudget 2011 sind erst der Beginn einer wahren
Kürzungswelle im Ausmaß von insgesamt 83 Millionen Euro, die die
Regierung für die nächsten vier Jahre plant. Dieses Geld fehlt für
wichtige Projekte in den Bereichen Ernährungssicherheit, Bildung,
Gesundheit und Menschenrechte.

Caritas, Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar, Licht für
die Welt und Ökosoziales Forum setzen sich gemeinsam mit weiteren 42
Organisationen im Rahmen der Initiative 3000Kinderleben.at gegen die
Kürzung der Entwicklungshilfe in Österreich ein. Engagierte
Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen Wochen in mehr als
28.000 Briefen an alle 183 Nationalratsabgeordneten um Hilfe für die
Entwicklungszusammenarbeit gebeten. Ihre Bitte nach Solidarität mit
den ärmsten Menschen der Erde blieb bislang unerfüllt.

Webtipp: www.3000kinderleben.at

Rückfragen:
Silke Ruprechtsberger, Caritas Österreich: 0664 82 66 909
Christian Herret, Dreikönigsaktion: 0676 880 111 071
Margit Draxl, Licht für die Welt: 0676 487 00 07
Martina Baumeister, Ökosoziales Forum: 0676 644 8041

3000kinderleben.at wird getragen von:
Caritas, Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar, Licht für die
Welt, Ökosoziales Forum, Austrian Doctors for Disabled,
Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für
internationale Entwicklung und Mission, Katholischen Jugend
Österreich, Katholische Frauenbewegung Österreichs, HORIZONT3000,
CARE Österreich, SOS Kinderdorf, World Vision Österreich, Welthaus
Diözese Graz-Seckau, Welthaus Diözese Linz, Welthaus Diözese
Innsbruck, Welthaus St. Pölten, Internationaler Versöhnungsbund,
Jugend Eine Welt, BAOBAB, Fairtrade, Afro Asiatisches Institut,
Hilfswerk Österreich International, Volkshilfe, GEZA, Society for
International Development, Das Mali Projekt, Bruder und Schwester in
Not - Diözese Innsbruck, Ökosoziales Studierendenforum, FIAN, Aktion
"Brot für Hungernde", Steyler Missionare, Kindernothilfe, SOS
Mitmensch, Salvatorianerinnen, Kloster Wernberg, Katholische
Männerbewegung / Sei so frei, Kirche in Not, Netzwerk von Christen,
Unsere Kleinen Brüder und Schwestern, MIVA - Austria, Katholische
Kirche Kärnten, Food First Informations- und AktionsNetzwerk für das
Menschenrecht sich zu ernähren, Südwind, Fastenaktion,
Bundesjugendvertretung, Missio - Päpstliche Missionswerke in
Österreich

Rückfragehinweis:

LICHT FÜR DIE WELT
   Margit Draxl
   Pressesprecherin
   Tel.: +43/676/487 000 7 bzw. +43/1/810 1300-59
   mailto:[email protected]
   www.licht-fuer-die-welt.at

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