"profil": Verteidigungsministerium plant radikale Personalkürzungen in Bundesländern

Bis zum Jahr 2014 werden bei den Militärkommanden 1317 Bedienstete eingespart

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, plant das Verteidigungsministerium radikale Kürzungen in den Bundesländern. Bis 2014 sollen in den Militärkommanden insgesamt 1317 Bedienste eingespart werden. Das geht aus dem "Gliederungsentwurf ÖBH 2015" hervor, der "profil" vollständig vorliegt und Planungen für sämtliche Personalmaßnahmen der kommenden vier Jahre enthält.

Demnach gehen im Vergleich zur Zahl der derzeit Beschäftigten besonders viele Planposten in Niederösterreich (-258), der Steiermark (-254) und in Relation zu seiner Größe im Burgenland (-150) verloren - die dortigen Militärkommanden haben schon jetzt deutlich mehr Bedienstete, als im ohnehin großzügigen Organisationsplan des Verteidigungsministeriums eigentlich vorgesehen. Im Mittelfeld liegen Kärnten (-142), Salzburg (-132) und Tirol (-104). Oberösterreich (-83), Wien (-74) und Vorarlberg (-20) kommen relativ glimpflich davon.

Im Ministerium selbst soll die Zahl der Mitarbeiter vor derzeit 995 auf 900 gesenkt werden. Die Nachrichtendienste verlieren auf dem Papier 51 Planposten - im Vergleich zu ihrem derzeitigen Personalstand bedeutet das 21 Bedienstete weniger.

Bei den Kampfverbänden werden ebenfalls Planposten gestrichen, die Zahl der tatsächlich dort Dienst tuenden Soldatinnen und Soldaten soll aber erhöht werden. Ein Beispiel: Die 4. Panzergrenadierbrigade hat im Moment 1468 Planposten, aber nur 1201 Bedienstete. Im Jahr 2014 soll die Zahl der Planposten bei 1243 liegen - netto ein Plus von 42 Arbeitsplätzen.

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